Henri Magne aus Frankreich kommt ums Leben
Tödlicher Unfall überschattet Rallye Marokko

Die sportlichen Ergebnisse traten beim Finale der Rallye Marokko in den Hintergrund. Der vierte von sieben Läufen zur Marathon-Weltmeisterschaft wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. Der Franzose Henri Magne, der erfahrenste Beifahrer im Rallye-Marathon, kam am Montag auf dem 220 Kilometer langen sechsten und letzten Teilstück mit Start und Ziel in Quarzazate ums Leben. Der 53-Jährige, der unter anderem dreimal die Rallye Dakar gewann, saß im Mitsubishi von Fahrer Nani Roma. Der Spanier blieb unverletzt. Henri Magne hinterläßt seine Ehefrau Lucette und zwei Adoptivkinder.

Wagen prallte gegen Betonmauer

Der Unfall ereignete sich um kurz vor zehn Uhr am Morgen, als Joan Nani Roma kurz vor dem Servicepunkt der Wertungsprüfung gegen eine Betonmauer prallte. Inoffiziellen Angaben zufolge soll Magne einen Genickbruch erlitten haben. Fünf Minuten nach dem Unfall wurde Magne von den Medizinern für tot erklärt. Die Mitsubishi-Kollegen Hiroshi Masuoka und Pascal Maimon stoppten an der Unfallstelle um zu helfen. Sie setzten die Fahrt nicht mehr fort.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der auch in der WM-Gesamtwertung führende Franzose Stephane Peterhansel im Ziel mit Bestzeit vorne gelegen und den Sieg für Mitsubishi im Visier, als Team-Direktor Dominique Serieys seine Wagen aus der Wertung nahm.Dabei hatte der auch in der WM-Gesamtwertung führende Franzose Stephane Peterhansel vorne gelegen und war einem sicheren Sieg für Mitsubishi entgegen gefahren. Nutznießer des Rückzugs könnte Volkswagen-Werkspilot Giniel de Villiers aus Südafrika werden, der mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) zunächst die Führung übernahm.

Serieys: "Wir haben einen guten Freund verloren"

"Wir haben einen guten Freund verloren. Im Namen von Mitsubishi gehört all unser Beileid seiner Frau und der Familie", erklärte Dominique Serieys in einem offiziellen Mitteilung. Der Teamchef gedachte auch Joan Nani Roma: "Es wird nicht leicht für ihn sein, dies zu überwinden, aber wir werden ihm jede Unterstützung geben."

Henri Magne hatte 1997 die Dakar an der Seite des Japaners Kenjiro Shinozuka im Mitsubishi erstmals gewonnen. 1999 und 2000 folgten weitere Dakar-Triumphe mit dem Franzosen Jean-Louis Schlesser im Schlesser-Eigenbau. 2004 war Magne auch Beifahrer von Andrea Mayer aus Hiemenhofen.

© SID

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