Hülkenberg Ersatzpilot: Force India setzt auf die Formel deutsch

Hülkenberg Ersatzpilot
Force India setzt auf die Formel deutsch

Nun ist es offiziell: Nach wochenlangen Spekulationen hat Force India seine Fahrer vorgestellt. Nico Hülkenberg darf immerhin noch als Ersatzmann ran. Gesetzt bleibt Landsmann Adrian Sutil. Zum zweiten Formel-1-Stammfahrer stieg DTM-Champion Paul di Resta auf.
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Berlin/GlasgowFreitags Nico Hülkenberg, Samstags und Sonntags Adrian Sutil: Force India setzt auf die Formel deutsch. Das indische Formel-1-Team, das seine Motoren von Mercedes bekommt, gab am Mittwoch nach wochenlangen Spekulationen die Verpflichtung von Hülkenberg als Test- und Ersatzfahrer bekannt. Landsmann Sutil geht wie erwartet in seine fünfte Saison als Stammpilot von Force India. Das zweite Cockpit bekam der Champion des Deutschen Tourenwagen Masters, Paul di Resta.

Für Hülkenberg ist es nach dem Aus bei Williams noch so etwas wie ein Glücksfall. Der Emmericher unterzeichnete einen mehrjährigen Vertrag. Zudem wurde ihm zugesichert, an den Freitagen vor den Rennen jeweils das erste Freie Training zu absolvieren. Angesichts des Testverbots während der Saison ein Pluspunkt. „Meine Motivation ist es, das Team von meinen Fähigkeiten zu überzeugen, um 2012 wieder ein Renncockpit zu bekommen“, sagte Hülkenberg.

Er werde alles geben, um die Erwartungen zu erfüllen, versprach der 23-Jährige. Trotz oftmals überzeugender Auftritte in seiner Premierensaison schlug ihm Williams die Tür vor der Nase zu - das Aus als Stammpilot für den ehemaligen GP2-Champion nach den ersten 19 Rennen seiner noch jungen Karriere.

Force India nutzte die Chance: „Die Gelegenheit, Nico unter Vertrag zu nehmen, war zu gut, um sie verstreichen lassen“, betonte Teamchef Vijay Mallya: „Er hat Rennintelligenz und Talent bewiesen und ich war beeindruckt von seiner Fahrzeugbeherrschung in Brasilien letztes Jahr.“ In Sao Paulo war Hülkenberg sensationell auf die Pole gerast. Bei den Testfahrten in Valencia wird Hülkenberg erstmals für Force India im Einsatz sein.

Während neben Hülkenberg wohl auch Routinier Nick Heidfeld 2011 ohne Formel-1-Cockit dasteht, bleibt Sutil einer von fünf deutschen Stammfahrern in der Königsklasse des Motorsports. Die Ziele des Gräfelfingers in der Formel 1 haben sich nicht verändert. „Schnell sein, Punkte holen, aufs Podium fahren, Rennen gewinnen und eventuell mal Weltmeister werden“, sagte er und lobte die Verpflichtung seines Landsmanns: „Ich kenne Nico recht gut und es sieht so aus, dass er ein guter Typ ist.“ Vom Ersatzmann zum Stammfahrer schaffte es di Resta. Für den DTM- Meister mit Mercedes musste der Italiener Vitantonio Liuzzi das Feld bei Force India trotz gültigen Vertrages räumen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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