Motorsport
"Iceman" Räikkönen heiß auf den Titel

24 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Fernando Alonso und die Hälfte der Rennen steht noch aus. Keine einfache Situation für Mclaren-Mercedes, doch der sonst so wortkarge Kimi Räikkönen meldet sich vor dem Großen Preis von England am Sonntag (14 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) angriffslustig zu Wort und definiert die Marschrichtung für das Rennen klar: "In Silverstone werden wir zeigen, zu was wir fähig sind", verspricht Räikkönen und hat den Titel weiter im Visier: "In dieser langen Saison ist noch alles möglich."

Wie sehr der 25-Jährige inzwischen auf Erfolg eingestellt ist, demonstrierte er am vergangenen Sonntag nach dem Großen Preis von Frankreich. Weder sein famoser Ritt von Startrang 13 auf Platz zwei, noch das Sonderlob von Mercedes-Sportchef Norbert Haug ("Kimi war der Mann des Rennens") konnten ihn trösten. "Der zweite Platz hilft mir nicht. Im Gegenteil: Ich habe wieder Punkte auf Alonso verloren. Der Motorschaden im Training war eine Katastrophe", meinte Kimi Räikkönen.

Dennis bietet Räikönen Rentenvertrag an

Diese Einstellung hatte Räikkönen zu Saisonbeginn nicht immer, als er mit Fehlern auf der Strecke und mit Eskapaden abseits der Piste auf sich aufmerksam machte. Doch Mclaren-Teamchef Ron Dennis war und ist vom Können des Ausnahmetalents überzeugt. Vor der Saison wurde Räikkönens Gehalt von acht auf angeblich 14 Mill. Euro aufgestockt. Zudem bietet Dennis ihm einen Rentenvertrag über das Jahr 2007 hinaus: "Kimi kann bei uns bleiben, so lange er will. Er hat die Fähigkeit, viele, viele WM-Titel zu gewinnen."

Auch Alonso zeigt sich im WM-Kampf gewarnt und sieht Räikkönen in Silverstone in der Rolle des Favoriten. "Ich halte Mclaren für schneller, und das Rennen in England liegt uns sowieso nicht", sagt der Spanier. Vielleicht gehört so ein Spruch für den 23-Jährigen Renault-Piloten, der unweit von Silverstone in der altehrwürdigen Universitätsstadt Oxford wohnt, aber auch nur zu den Methoden, die er als Junge von seinem Großvater gelernt hat: "Du musst die Leute von deinen wahren Absichten ablenken - Zaubertricks haben viel mit der Formel 1 gemeinsam."

Unstrittig ist, dass sich Alonso oder Räikkönen anschicken, Weltmeister Michael Schumacher vom Thron zu stoßen. Räikkönen blieb dieser Triumph 2003 als WM-Zweiter knapp verwehrt. Nun könnte einem der beiden Youngster das Kunststück gelingen. Alonso würde zugleich den Brasilianer Emerson Fittipaldi als jüngsten Champion in der Geschichte der Formel 1 ablösen.

© SID

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