Internationale Pressestimmen nach Silverstonerennen
"Alonso, der gnadenlose Diktator"

So einsam wie in Silverstone zieht Weltmeister Fernando Alonso an der Spitze der Formel-1-Gesamtwertung seine Kreise und scheint auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung unaufhaltbar zu sein. Selbst das Ferrari-Land huldigt dem spanischen Renault-Piloten und und bedauert seinen Helden Michael Schumacher: Nach dem fünften Saisonsieg feierten die italienischen Gazetten Alonso bereits als alten und neuen Titelträger. "Alonso ist für Schumacher und Ferrari unbesiegbar", urteilte die Gazzetta dello Sport nach dem achten von insgesamt 18 Rennen, während Tuttosport fast schon Mitleid mit "Schumi" zeigte: "Im Finale seiner Karriere muss Schumacher die Wehmut entdecken."

Die Pressestimmen im Überblick:

Italien:

Gazzetta dello Sport: "Alonso ist für Schumacher und Ferrari unbesiegbar. Es war ein unglaubliches Duell: Schumacher gegen sich selbst. Der Deutsche kämpft gegen einen jungen Sportler wie Alonso und hat große Mühe, Schritt zu halten. Schumacher kämpft weiter und will nicht aufgeben. Aber es ist offensichtlich, dass gegen Alonso nichts hilft. Für Ferrari wäre es schwierig, in Zukunft vielleicht ohne Schumacher auskommen zu müssen."

Tuttosport: "Alonso, der gnadenlose Diktator. Der Spanier zwingt Schumacher auch beim Klassiker in Silverstone in die Knie. Im Finale seiner Karriere muss Schumacher die Wehmut entdecken. Er gibt aber nicht auf und bleibt stoisch. Der Ferrari-Pilot lobt Alonsos Arbeit."

Corriere della Sera: "Fernando, der Matador. Der Renault-Star hält Schumacher und Räikkönen scheinbar ohne Mühe auf Distanz. Der König dominiert das Prestigeduell in Silverstone. Der Weg für Schumacher zurück auf den WM-Thron ist reich an Hürden."

Spanien:

AS: "Die Hierarchie in der Formel 1 steht nach Silverstone. Der fünfte Sieg von Alonso im achten Rennen war ein ganz unumstrittener.

Marca: "Alonso macht das perfekte Rennen. Die Qualitäten des Spaniers beenden das Rennen schnell."

Cadena Ser: "Alonso zeigt sich ebenso fehlerlos wie tadellos. Der Weltmeister lässt bei Michael Schumacher und Kimi Räikkönen bei seinem fünften Saisonsieg nicht den Hauch einer Chance."

England:

Daily Mail: "Alonso, unser adoptierter Sohn, triumphiert ausgerechnet wenige Kilometer von seiner Wahlheimat Oxford. Es war eine Demonstration des Weltmeisters. Offiziell ist das Titelrennen noch offen, aber in Wahrheit gibt es niemanden, der diesen Alonso noch stoppen kann. Der 24-Jährige dominiert die WM so wie sein Vorgänger Michael Schumacher 2004."

Daily Mirror: "Überholen? So etwas muss es wohl nur in den Achtziger Jahren gegeben haben. Nach Schumachers frühem Versuch, an Kimi Räikkönnen vorbeizuziehen, kam nichts mehr. Alonso rast von der Pole Position zu seinem fünften Saisonsieg und hat am Ende rund 14 Sekunden Vorsprung auf den Rest der Formel-1-Welt. Jenson Buttons Träume lösten sich in Rauch auf."

The Sun: "Alonso bleibt der Beste und greift nach Schumachers Rekord. Fernando weiß, dass er ´Schumis´ Bestmarke von 19 Podiumplätze in Folge knacken kann. Bislang hat er 14. Englands Träume von einem Sieg Jenson Buttons lösten sich in Rauch auf. Es war ein Flammendesaster."

Frankreich:

L´Equipe: "Alonso zum Fünften. Aber der Weg zum Titel ist noch lang. Und Schumacher brennt auf eine Revanche gegen Fernando Alonso. Renault war an diesem Wochenende ganz klar das beste Team. Ferrari und Schumacher sowie Mclaren-Mercedes mit Räikkönen mussen sich vor Meister Alonso in seinem R26 verneigen."

© SID

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