Motorsport
Jenkner und Bradl haben erste WM-Punkte im Visier

Die deutschen Motorrad-Piloten Steve Jenkner und Stefan Bradl wollen beim Großen Preis auf dem Sachsenring ihre ersten WM-Punkte einfahren. Alex Hofmann möchte derweil seine ansteigende Formkurve bestätigen.

Beim Großen Preis auf dem Sachsenring möchten die deutschen Motorrad-Piloten Steve Jenkner und Stefan Bradl ihre ersten WM-Zähler feiern. Unterdessen will Alex Hofmann seinen Aufwärtstrend vor aller Wahrscheinlichkeit nach neuer Rekord-Kulisse fortsetzen. Selbst in einem der aus deutscher Sicht enttäuschendsten Motorrad-Jahre aller Zeiten bietet der Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring aus nationaler Sicht Spannung. Für die deutschen Anhänger und Fahrer ist der Große Preis in Sachsen das absolute Highlight im WM-Kalender.

Elf deutsche Piloten am Start

Gleich elf deutsche Piloten sind an diesem Wochenende (alle Trainings und Rennen live bei Eurosport) auf der Strecke in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal am Start. Neben dem Stamm-Sextett Sascha Hommel, Sandro Cortese, Dario Giusepetti (alle 125er), Steve Jenkner, Dirk Heidolf (beide 250er) und Alex Hofmann (Moto GP) haben fünf Nachwuchsfahrer eine Wildcard erhalten: Franz Aschenbrenner (Eichenried) und Thomas Walter (Schleiz) in der Viertelliterklasse sowie Manuel Mickan (Uhyst), Patrick Unger (Oberlungwitz) und Stefan Bradl (Zahling) bei den 125ern.

Besonderes Interesse genießt der Auftritt des erst 15 Jahre alten Stefan Bradl, Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl. Bei seinem Debüt in Barcelona musste der in der Internationalen Deutschen Meisterschaft beachtlich fahrende Youngster gleich in der ersten Runde ins Kiesbett, für sein erstes Heimspiel hat er hohe Ziele.

Bradl spekuliert auf einen WM-Zähler

"Vorgenommen habe ich mir ein Resultat um den 20. Platz", sagt der KTM-Fahrer und spekuliert gar auf seinen ersten WM-Punkt: "Alles was besser ist, ist super." Vater Helmut wird ihn vor Ort unterstützen. "Er kann mir nicht nur auf der Strecke, sondern auch bei den Interviews helfen", meint der Filius, der erstmals mit großem Medieninteresse konfrontiert sein wird.

Überraschend noch ohne jeden WM-Zähler tritt Steve Jenkner zum Grand Prix in seiner Heimatstadt an. "Ich hoffe auf ein trockenes Rennen und natürlich auf meinen ersten Punkt", erklärte der Aprilia-Pilot, der von neun Rennen seit seinem altersbedingten Zwangsaufstieg zu den 250ern nur sieben bestreiten konnte und dabei nur zweimal die Ziellinie sah.

Hofmann: "Stimmung am Sachsenring schlägt alle Strecken"

Stetig nach oben zeigte dagegen zuletzt die Formkurve des einzigen deutschen Moto-GP-Fahrers Alex Hofmann: Rang acht in Donington war das beste Ergebnis seiner Karriere in der Königsklasse. "Die Stimmung am Sachsenring schlägt alle anderen Strecken", meint der Kawasaki-Pilot aus Bochum, der vor heimischen Publikum auf eine weitere Steigerung spekuliert: "Leider können wir Fahrer den Zuschauer derzeit nicht das zurückgeben, was sie verdienen. Aber ich hoffe auf einige WM-Punkte."

Nur so könnte Hofmann auch ein wenig aus dem Schatten von Superstar Valentino Rossi treten, der nach sieben Siegen in den ersten neun Rennen des Jahres Revanche für die Niederlage gegen Erzfeind Max Biaggi im Vorjahr an gleicher Stelle nehmen will.

Zusätzliche Tribünen bringen 6 000 neue Sitzplätze

Unterdessen kann der Adac Sachsen als Veranstalter nach dem Zuschauerrekord vom 2004 (207 745) erneut mit einer Bestmarke rechnen. Durch zwei zusätzliche Tribünen stieg die Kapazität um weitere 6 000 Sitzplätze, die Vorverkaufszahlen liegen rund zehn Prozent über denen des Vorjahres.

© SID

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