Motorsport
Loeb sichert sich vierten Deutschland-Rallye-Sieg

Bei der Deutschland-Rallye hat sich Weltmeister Sebastien Loeb souverän seinen achten Saisonsieg gesichert. Der Franzose sicherte sich damit bei seiner vierten Teilnahme zum vierten Mal den Sieg.

Wieder einmal hat Weltmeister Sebastien Loeb aus Frankreich seinen Ruf als "König von Deutschland" bestätigt und ist bei der Deutschland-Rallye souverän zum achten Saisonsieg gefahren. Während Lokalmatador Armin Schwarz (Oberreichenbach) bei seiner Abschiedsvorstellung bereits am Samstag wegen eines Motorschadens ausgeschieden war, holte Citroen-Pilot Loeb bei der vierten Deutschland-Rallye mit WM-Status zum vierten Mal den Sieg.

"Deutschland ist ein schönes Land, ich habe meine entspannte Fahrt genossen", sagte Loeb. "Super-Seb" setzte sich nach 19 Wertungsprüfungen mit einem Vorsprung von 37,4 Sekunden gegen seinen belgischen Teamkollegen Francois Duval durch und fügte seinem eigenen ewigen WM-Rekord einen weiteren Saisonsieg hinzu. Abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier landeten der Finne Marcus Grönholm (2:04,8 Minuten zurück) und dessen Peugeot-Kollege Markko Märtin aus Estland (4:09,4).

Loeb baut Führung in Gesamtwertung aus

In der WM-Gesamtwertung baute Loeb seinen Vorsprung weiter aus. Der Elsässer hat mit 93 Punkten 32 Zähler Vorsprung vor Grönholm (61), der zuvor bei seiner Heimat-Rallye in Finnland seinen ersten Sieg überhaupt im seit Beginn der vorigen Saison eingesetzten Peugeot 307 gefeiert hatte.

Der Norweger Petter Solberg, mit 55 Punkten WM-Dritter und mit Erfolgen in Schweden und Mexiko neben Loeb (8) und Grönholm einziger Sieger in dieser Saison, hatte am Samstag Pech, als ihn ein Getriebeschaden an seinem Subaru weit zurückwarf. Am Ende belegte Solberg Rang sieben (7:48,1) und rettete wenigstens zwei WM-Zähler.

Enttäuschendes Heimspiel für Schwarz

Für Skoda-Werkspilot Armin Schwarz, der am vorigen Donnerstag seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, war sein letztes "Heimspiel" wieder mal wegen technischer Probleme vorzeitig beendet. "Ich bin wirklich enttäuscht. Von der Performance war dies nach Sardinien die beste Rallye des Jahres", meinte Schwarz, nachdem er am Samstag nach der ersten Fahrt über die berüchtigte Panzerplatte seinen Skoda abstellen musste. "Das hat nichts mit dem letzten Mal zu tun. Wenn man zu Hause ausfällt, ist das immer ärgerlich. Vor allem, wenn man gute Chancen hatte, Punkte einzufahren", sagte Schwarz, der zum Zeitpunkt des Ausfalls Achter war, dem Sport-Informations-Dienst (sid). Noch einmal WM-Zähler zu holen, bleibt das Ziel des 42-Jährigen in den letzten fünf WM-Rallyes seiner Karriere.

"Es ist schade, dass Armin Schwarz zurücktritt. Es ist immer schön, wenn bei der Rallye im eigenen Land 100 000 deutsche Fans einem deutschen Fahrer zujubeln können", sagte Adac-Sportpräsident Hermann Tomczyk dem sid. Dass der Abschied des Vorzeige-Piloten der Deutschland-Rallye an sich schaden könnte, glaubt Tomczyk allerdings nicht: "Wir liegen im Drei-Länder-Eck mit Frankreich und Belgien und haben einen riesigen Einzugsbereich. Auch in diesem Jahr kamen wieder rund 50 Prozent aller Fans aus dem Ausland."

© SID

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