Motorsport
Loeb vertagt die WM-Entscheidung mit großer Geste

Bei der durch den Tod eines Beifahrers überschatteten RAC-Rallye verzichtete Sebastien Loeb freiwillig auf den vorzeitigen Gewinn des WM-Titels. Der Franzose wollte nicht von Marcus Grönholms Rückzug profitieren.

Kampflos wollte sich Sebastien Loeb nicht erneut zum Rallye-Weltmeister krönen. So verzichtete der Franzose mit einer großen Geste auf den vorzeitigen Gewinn des Titels in der Rallye-WM. Der Citroen-Pilot provozierte bei der vom Tod des Peugeot-Beifahrers Michael Park überschatteten RAC-Rallye auf dem Weg von der letzten Sonderprüfung ins offizielle Ziel eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, um nicht durch den freiwilligen Rückzug seines Konkurrenten Marcus Grönholm (Finnland) im Peugeot seinen zweiten WM-Titel zu gewinnen.

Durch die Zeitstrafe wurde Loeb, der eigentlich seinen neunten Sieg geholt hätte, auf den dritten Rang hinter den Norweger Petter Solberg im Subaru und seinen belgischen Teamkollegen Francois Duval zurückgestuft. Damit haben sowohl Solberg (65 Punkte) als auch Grönholm (61) noch rechnerische Chancen, Spitzenreiter Loeb (99) bei den letzten vier WM-Läufen noch einzuholen. Für einen Sieg gibt es zehn Zähler.

Das Peugeot-Team hatte den eigentlich drittplatzierten Grönholm als Zeichen der Trauer aus der Wertung genommen. In der 15. von eigentlich geplanten 17 Wertungsprüfungen war Peugeot-Pilot Markko Märtin von der Strecke abgekommen, beim Aufprall gegen einen Baum erlitt dessen Co-Pilot Michael Park tödliche Verletzungen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%