Medien sollen Klinik verlassen
Schumacher filmte offenbar seinen Unfall

Die Helmkamera von Michael Schumacher war bei seinem Sturz offenbar eingeschaltet. Das berichtet eine französische Regionalzeitung. Zugleich hat Schumachers Frau alle Medien gebeten, die Klinik sofort zu verlassen.
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GrenobleMichael Schumacher hat seinen Skiunfall offenbar gefilmt. Die Helmkamera sei bei dem Sturz eingeschaltet gewesen, berichtet die französische Regionalzeitung „Le Dauphiné libéré“ auf ihrer Internetseite. Das Blatt, das in der Region rund um den Unfallort berichtet, schreibt auch, dass das Material aus der Kamera verwertbar sei.

Auch aus Ermittlerkreisen heißt es, die Kamera habe die Geschehnisse aufgezeichnet. Es handle sich um ein „wichtiges Dokument“ für die Ermittler. Es wurden aber zunächst keine Angaben darüber gemacht, ob die Bilder genaue Hinweise auf die Unglücksursache und die Geschwindigkeit erlaubten, mit der Schumacher Ski fuhr.

Unterdessen hat sich die Ehefrau von Michael Schumacher mit einem eindringlichen Appell an die Medien gewandt. Corinna Schumacher mahnte in unmissverständlicher Klarheit an, die Ärzte und ihre Familie in Ruhe zu lassen. „Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitte deren Statements und verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe“, hieß es in der Mitteilung.

In dem Statement, dass Schumachers Managerin Sabine Kehm am Dienstagvormittag verbreitete, bat die Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Piloten: „Bitte unterstützen Sie uns in unserem gemeinsamen Kampf mit Michael.“

Auch der Deutsche Journalisten-Verband hat die Medien zur Zurückhaltung aufgerufen. Der Bundesvorsitzende Michael Konken wies in einer Mitteilung vom Dienstag auf den Pressekodex des Deutschen Presserats hin, der „Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gefühlen von Angehörigen“ fordert. „Das gilt auch dann, wenn das Opfer prominent ist“, sagte der DJV-Chef.

Das generelle mediale Interesse an Schumacher hält Konken für gerechtfertigt. „Michael Schumacher ist durch seine Formel-1-Erfolge außerordentlich bekannt geworden. Viele Menschen bangen seit seinem Skiunfall um sein Leben. Darüber müssen Medien berichten“, sagte er in der DJV-Mitteilung.

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Stabil, aber weiter in Lebensgefahr

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  • @Jean-Paul: Doch sicher möchten alle gesetzlich-Versicherten im Krankheitsfall mit prominenten, privat Versicherten tauschen. Gründe: -Ihnen stehen die Medien zur Seite und Behandlungsfehler würden gnadenlos aufgedeckt. -Die Möglichkeit sich die allerbesten Ärzte zu leisten. -Persönliche Berater und Rechtsanwälte welche alles nur menschenerdenkliche unternehmen.

    Bei einem normalen gesetzlich Versicherten Unfallopfer würde hier nichts geschrieben, da er mit Sicherheit nicht mehr am leben wäre.

  • Finde Winfrieds Kommentar unpassend. Michael Schuhmacher hatte grosse Erfolge im Rennsport. Das mit aussergewoehnlichen Leistungen auch aussergewoehnliches Geld in einer Leistungsgesellschaft verdient wird ist logisch. Ihn dafuer zu verdammen und auf die Medien als Millionaersmacher zu verweisen ist sicher zu kurz gegriffen. In solch schweren Zeiten gilt einfach nur Mitgefuehl mit der Familie - selbst mit allen Millionen will wohl niemand mit Michael Schuhmacher im Moment tauschen.

  • Frage mich auch, ob diese relativ umfangreiche Berichterstattung über einen ohne Zweifel tragischen Einzelfall einer Wirtschaftszeitung wie dem Handelsblatt angemessen ist. Für sowas gibt's eigentlich die Springer-Presse.

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