Motorsport
Mercedes vor Grand Prix in Brasilien hoffnungslos

Das Mercedes-Team hat vor dem Großen Preis von Brasilien am Sonntag so gut wie keine Hoffnug mehr auf den WM-Titel in der Formel 1. Dafür wollen Räikkönen und Montoya zumindest den Team-Titel holen.

Vor dem möglicherweise die Weltmeisterschaft entscheidenden Großen Preis von Brasilien in Sao Paulo (19.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) hat das Mercedes-Team um Kimi Räikkönen alle Hoffnungen auf den Gewinn des Fahrer-Titels in der Formel 1 so gut wie aufgegeben. Denn wenn alles nach Plan läuft, wird der Spanier Fernando Alonso nach dem drittletzten Grand Prix der Saison als jüngster Champion in die Geschichte der Formel 1 eingehen während der Finne auf eine Saison der verpassten Chancen zurückblicken muss.

Räikkönen weiß, dass der WM-Zug bei 25 Punkten Rückstand auf Alonso so gut wie abgefahren ist. "Für mich zählen nur noch Siege, auf alles andere habe ich keinen Einfluss", sagt der Mclaren-Mercedes-Pilot und hat die Hoffnung auf ein Wunder scheinbar aufgegeben. Selbst mit einem Doppelsieg von Räikkönen und Teamkollege Juan Pablo Montoya (Kolumbien), der im Vorjahr in Interlagos noch im BMW-Williams vor dem "Iceman" gewann, können die Silberpfeile Alonsos vorzeitigen Triumph aus eigener Kraft nicht mehr verhindern. Dem Spanier reicht ein dritter Platz.

Schnell aber nicht zuverlässig

Auch das gequälte Lächeln von Norbert Haug spricht Bände. "Wir haben zuletzt viermal in Folge gewonnen und waren in acht der letzten elf Rennen vorne. Wir sind derzeit das schnellste Team", sagt Haug und muss trotzdem zugeben: "In punkto Zuverlässigkeit ist nicht alles nach Plan gelaufen." Dies ist für Kimi Räikkönen auch der Grund für seine größere Frustration als 2003, als er Michael Schumacher im Titelrennen am Ende nur um drei Punkte unterlegen war. "Wir haben in diesem Jahr ein Auto, mit dem wir gewinnen und auch um die WM-Titel mitkämpfen. 2003 war das Auto nicht gut genug. So ist die Enttäuschung diesmal größer", sagte der Finne in einem Interview mit der Financial Times Deutschland.

In Imola, auf dem Nürburg- und dem Hockenheimring war Räikkönen wegen technischer Defekte jeweils in Führung liegend ausgeschieden - die Siege gingen alle an Alonso. In Magny-Cours, Silverstone und Monza warfen den "Iceman" zudem Motorschäden im Training in der Startaufstellung weit zurück. Dazu kam in Malaysia ein Reifendefekt. "Die Mclaren-Mercedes sind klar die Schnellsten, aber mit ihren Problemen und Ausfällen haben sie wohl den Fahrer-Titel weggeworfen", sagt der entthronte Weltmeister Michael Schumacher.

Konstrukteurs-Titel ist das Ziel

Bei sechs Punkten Rückstand auf Renault hat Haug aber zumindest noch die Konstrukteurs-WM als "Trostpreis" fest im Visier: "Dieser Titel wäre für das Team ebenfalls sehr wertvoll." Nicht nur wegen des Prestigegewinns - mit Platz eins würde der britisch-deutsche Rennstall auch rund drei Mill. Euro mehr in die Kasse einfahren.

© SID

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