Motorsport
Michelin-Chef schließt Reifen-Skandale nicht aus

Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier hat weitere Reifen-Skandale wie in Indianapolis nicht ausgeschlossen. "Wir tun alles, dass so etwas nicht mehr vorkommt, aber versprechen kann ich es nicht", sagte der 68-Jährige.

Michelin hat die Aufarbeitung des Skandal-Rennens von Indianapolis offenbar abgeschlossen: Trotz der vernichtenden Kritik sieht sich der Reifenhersteller nicht als Verlierer der Formel-1-Farce. "Eher als Gewinner. Wenn wir in Indianapolis gefahren wären, dann wären wir Verlierer gewesen", sagte Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier in einem Interview der Bild am Sonntag. Allerdings schloss der 68 Jahre alte Franzose einen ähnlichen Skandal wie beim US-Grand-Prix vor fünf Wochen nicht aus. Dupasquier: "Wir tun sicherlich alles, dass so etwas nicht mehr vorkommt, aber versprechen kann ich es nicht."

In Indianapolis waren die von Michelin bereiften sieben Teams BAR-Honda, BMW-Williams, Mclaren-Mercedes, Red Bull, Renault, Sauber sowie Toyota wegen Sicherheitsbedenken des Reifenherstellers nicht gestartet. "Wir hatten vorher noch im Kopf, einen Reifen für alle Möglichkeiten mitzubringen. Der wäre aber fünf Sekunden langsamer gewesen, und das hätte keinen Sinn gemacht", verriet Dupasquier in Hockenheim.

FIA lässt Anschuldigungen gegen Michelin-Teams fallen

Die FIA hatte erst am vergangenen Freitag die Anschuldigungen gegen die sieben Michelin-Teams auf Empfehlung ihres Senats fallen gelassen, nachdem die betroffenen Rennställe ihre Unschuld an der Farce nachgewiesen hatten. Michelin hat inzwischen die volle Verantwortung für das kuriose Rennen übernommen, bei dem nur die drei von Bridgestone ausgerüsteten Teams Ferrari, Minardi und Jordan an den Start gegangen waren.

Michelin blickt nach vorn und plant die Herstellung eines Reifens ohne Luft. "Das dauert aber noch ein paar Jahre", meinte Dupasquier, der eine Veränderung im Kreis der Kundschaft ankündigte. Ein Rennstall soll in der kommenden Saison zu Michelin wechseln, "es ist aber auch möglich, dass wir nächstes Jahr ein oder zwei Teams weniger ausrüsten", erklärte der Franzose.

© SID

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