Motorsport
Michelin lässt seine Formel-1-Teams nicht starten

Der Reifenhersteller Michelin will die von ihm ausgerüsteten Formel-1-Teams Renault, Mclaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Sauber, Red Bull und BAR-Honda nicht beim Großen Preis der USA in Indianapolis starten lassen.

Der Reifenhersteller Michelin will die sieben von ihm ausgerüsteten Teams nicht beim Großen Preis der USA in Indianapolis starten lassen. Damit reagierten die Franzosen darauf, dass der Automobil-Weltverband FIA wenige Stunden vor dem Start die Anfrage von Michelin und der sieben Teams abgelehnt hatte, mit neuen Reifen starten zu dürfen, die noch nicht in der Qualifikation benutzt wurden.

Demnach dürfen Renault, Mclaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Sauber, Red Bull und BAR-Honda, die von den Franzosen ausgerüstet werden, vor dem 9. WM-Lauf nicht straffrei ihre Reifen wechseln. Michelin zeigt sich unter einer Bedingung bereit, seine Teams die Starterlaubnis zu erteilen: Und zwar nur für den Fall, dass vor der Steilkurve eine Schikane aufgestellt wird. Damit ist möglich, dass das Rennen am Abend (20.00 Uhr Mesz, live auf RTL und Premiere) möglicherweise mit nur sechs Autos von Ferrari, Jordan und Minardi gestartet wird.

FIA-Strafe wäre "kein Rennausschluss"

Der Technische FIA-Direktor Charlie Whiting informierte am Sonntagmorgen schriftlich Michelin und die Teams davon, dass der Reifenwechsel ein Regelverstoß wäre und von den Rennkommissaren geahndet würde. "Wir denken, dass die Strafe nicht ein Rennausschluss, aber so schwerwiegend wäre, um sicherzustellen, dass kein Team dazu verleitet würde, in Zukunft Qualifikationsreifen einzusetzen", erklärte Whiting.

Die FIA gehe davon aus, dass Michelin seinen Teams eine sichere Maximalgeschwindigkeit für die Passage in der Steilkurven empfehlen wird. Whiting: "Wir ermahnen die Teams, aus Sicherheitsgründen der Empfehlung zu folgen. Wir werden sie auch bitten, sicherzustellen, dass ihre Autos keine anderen Teilnehmer in irgendeiner Weise behindern."

Michelin-Reifen überstehen nur zehn Vollgas-Runden

Michelin hat den Teams erklärt, dass die Reifen nur zehn Runden mit Vollgas überstehen würden. Die FIA stellte klar, dass jeder vorbeugende Wechsel des beanspruchten linken Hinterreifens wegen Sicherheitsbedenken, um einen Schaden zu verhindern, während des Rennes straffrei bleiben werde. Dabei dürfen auch nur Reifen aus dem ursprünglichen Kontingent verwendet werden, sonst gäbe es auch eine Strafe.

Michelin hatte mit dem Vorschlag auf den schweren Unfall von Ralf Schumacher reagiert, der am Freitag im freien Training nach einem Druckverlust im linken Hinterreifen in der Steilkurve in die Begrenzungsmauer gerast war. Auch bei ausgiebigen Tests, die bis 2.00 Uhr Sonntagmorgens im Michelin-Technikzentrum in Greenville/ South Carolina andauerten, "war es uns nicht möglich, den Grund zu finden", hatte die Michelin-Führungsspitze der FIA und denn Teams mitgeteilt.

Ralf Schumacher war tags darauf von FIA-Arzt Gary Hartstein nach einer Untersuchung keine Startfreigabe erteilt worden. Da Michelin bislang den Grund für den Druckverlust noch nicht gefunden hat, empfahl der Ausrüster seinen sieben Teams einen Verzicht auf das Rennen. Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte angekündigt, seine Piloten nur mit neuen Reifen ins Rennen zu schicken.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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