Motorsport
Montezemolo spricht "Schumi" sein Vertrauen aus

Trotz der anhaltenden Krise hat Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Michael Schumacher sein Vertrauen ausgesprochen. "Michael ist ein motivierter, junger Fahrer und für uns die Zukunft", sagte der 58-Jährige.

Bei Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo scheint Michael Schumacher trotz der derzeitigen Krise weiterhin großes Vertrauen zu genießen. Nach den Wechselgerüchten um den Formel-1-Weltmeister setzte der Italiener beim Heimspiel der "Roten" in Monza alles daran, die enge Verbundenheit zwischen dem siebenmaligen Champion und der Scuderia zu demonstrieren.

"Auch wenn es in dieser Saison für uns nicht so gelaufen ist - wir haben für die Zukunft große Ziele. Michael ist ein motivierter, junger Fahrer und für uns die Zukunft", stellte der 58 Jahre alte Großindustrielle unmissverständlich klar. Dann sprach Montezemolo seinem teuersten Angestellten (35 Mill. Euro pro Jahr) nach Wochen herber Kritik und wilden Spekulationen einmal mehr das Vertrauen aus: "Ich bin fest davon überzeugt, dass Michael seine Laufbahn bei Ferrari beendet."

Monza-Sieg für Schumacher "unrealistisch"

Die Krisen-Saison mit nur einem Sieg in Indianapolis (nur sechs Autos am Start) haben bei Ferrari nach sechs Konstrukteurs-Titeln in Folge Spuren hinterlassen. "Es ist bitter, die Niederlagenserie zu sehen", sagt Technikchef Ross Brawn, der allerdings in Monza selbst bei Schumacher für Verwirrung gesorgt haben dürfte. Während der Weltmeister einen Sieg beim "Heimspiel" als "unrealistisch" einstufte, preschte Brawn ("Es kann zum Triumph reichen") zur Verwunderung von vielen mit seiner mutigen Einschätzung vor.

Ungeachtet der von Manager Willi Weber für März oder April 2006 angekündigten Entscheidung Schumachers über dessen Zukunft, forciert Ferrari die Planungen für die nächsten Jahre. Als Wunschkandidat der Scuderia und Schumacher-Nachfolger wird seit geraumer Zeit schon der Motorrad-Superstar Valentino Rossi gehandelt.

Medien feiern Rossi als "italienischen Traum"

Die italienischen Medien jedenfalls setzen voll und ganz auf den Landsmann. Der "Corriere dello Sport" widmete Rossi jüngst sogar eine ganzseitige Anzeige, die den Motorrad-Weltmeister im Ferrari zeigt und mit "Rossi und die Roten - ein italienischer Traum wird wahr"überschrieben war.

Schumacher allerdings zweifelt noch an der Ernsthaftigkeit des Rossi-Deals: "Es ist nichts Ernstes. Ich weiß aber nicht, inwiefern es für Valentino etwas Ernstes werden könnte."

© SID

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