Moto-GP: Rossi siegt vor Capirossi in Brünn
Valentino ist nicht zu stoppen

Den Hoffnungsfunken vom Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring konnten die deutschen Motorrad-Piloten am Sonntag im tschechischen Brünn nicht zu einer Initialzündung nutzen, obwohl vier in die Punkte fuhren.

HB BRÜNN. Beim 10. Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft in der mährischen Metropole war der 14. Platz von Sandro Cortese (Berkheim) in der Klasse bis 125 ccm das beste Resultat auf dem allen deutschen Fahrern gut bekannten Kurs. Jeweils 15. wurden Stefan Bradl (Zahling/bis 125 ccm), Steve Jenkner (Hohenstein-Ernstthal/250) und Alex Hofmann (Bochum/MotoGP).

Die Tagessiege nach der WM-Sommerpause gingen an die drei Spitzenreiter. Titelverteidiger Valentino Rossi (Italien/Yamaha) feierte dabei bereits seinen neunten Erfolg. Zum fünften Mal in diesem Jahr gewann Weltmeister Daniel Pedrosa (Spanien/Honda) in der Viertelliterklasse. Für Thomas Lüthi (Schweiz) war es der zweite Sieg des Jahres mit dem KTM-Moped in der kleinsten Hubraumklasse.

Die Punktgewinne in der Achtelliterklasse der beiden 15-jährigen Sandro Cortese (Honda) mit 30,7 Sekunden Rückstand und Stefan Bradl (KTM), der 33,7 s hinter Lüthi seinen ersten WM-Zähler eroberte, kamen allerdings in einem Rennen zu Stande, bei dem insgesamt 14 vor dem deutschen Duo fahrende Piloten ausfielen. Am härtesten traf es den lange führenden Italiener Mattia Pasini. Er forderte von der Jury mit seinen Gesten wegen des einsetzenden Nieselregens mehrfach den Rennabbruch und stürzte dann in der 17. von 19 Runden auf dem schmierigen Asphalt.

Cortese, der mit seinem sechsten Platz im Abschlusstraining seine bisher beste Startposition erkämpft hatte, fiel in den ersten Runden weit zurück. „Dann hing ich in einer Gruppe fest, aus der ich nicht raus kam. Da war dann heute nicht mehr drin“, sagte Cortese. Auch Bradl hatte nach eigenen Worten „den Start richtig verrammelt“. Da müsse er noch üben, bemerkte der trotzdem mit dem WM-Zähler sehr zufriedene Sohn des WM-Zweiten von 1991, Helmut Bradl.

Aprilia-Fahrer Steve Jenkner verdankte den dritten WM-Zähler seiner Karriere in der Viertelliterklasse mit fast einer Minute Rückstand dem Ausfall seines auf Rang 14 fahrenden Lokalrivalen Dirk Heidolf in der letzten Runde. „Wegen des Regens bin ich etwas verhalten angegangen. Doch um so älter die Reifen wurden, um so fitter war ich. Das Motorrad ist schön gerutscht, doch langsam macht es richtig Spaß, es zu fahren“, bemerkte der Neuling in der Klasse bis 250 ccm.

Heidolf stürzte, als er den vor ihm fahrenden Spanier Alex Debon überholen wollte. „Er war langsamer als ich, hat aber brutal die Tür zugemacht, hat gekämpft wie ein spanischer Stier. Dabei bekam ich einen Schlenker und dann ging's ab ins Kiesbett“, beschrieb der Sachse seinen zum Ausfall führenden Ausritt. Dagegen klagte Alex Hofmann, der lange auf dem elften Platz fuhr, über nachlassende Reifen. „Ich hatte am Ende nichts mehr zum Zusetzen“, meinte er resigniert.

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