Motorsport 24-Stunden-Rennen
Dritter Audi in Le Mans

Titelverteidiger Audi wird beim legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans mit drei Autos an den Start gehen. Den zusätzlichen Diesel-Renner R10 steuert das DTM-Trio Luhr, Premat und Rockenfeller.

Mit drei Autos wird der Ingolstädter Automobilkonzern Audi die Titelverteidigung bei den legendären 24 Stunden von Le Mans angehen. Die drei DTM-Piloten Lucas Luhr (Koblenz), Alexandre Premat (Frankreich) und Mike Rockenfeller (Neuwied) werden beim Klassiker am 16. und 17. Juni den zusätzlichen Diesel-Sportwagen R10 fahren. Damit tritt Audi erstmals seit dem Dreifachsieg 2002 wieder mit drei Fahrzeugen an. Zudem wurde der frühere DTM-Champion Mattias Ekström (Schweden) als Ersatzpilot benannt, sollte Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) nicht rechtzeitig fit werden.

"Mit dem Einsatz eines dritten Fahrzeugs erhöhen wir unsere Chancen, ein weiteres Mal erfolgreich zu sein. Wir wissen aus Erfahrung nur zu gut, wie schnell man in Le Mans ein Auto verlieren kann. Der finanzielle Aufwand für ein drittes Fahrzeug hält sich in Relation zu einem Zweiwagen-Team in Grenzen", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, dessen Team in diesem Jahr gegen Rückkehrer Peugeot antreten muss.

Luhr, Premat, Rockenfeller und Ekström hatten sich bei Testfahrten im R10 für den Le-Mans-Einsatz empfohlen. "Alle vier haben einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", sagte Ullrich: "Wir haben uns für die Kombination Luhr/Premat/Rockenfeller entschieden, weil sich Mattias auf die DTM konzentrieren soll, in der er gute Titelchancen hat. Le Mans liegt genau zwischen den beiden wichtigen DTM-Rennen in Brands Hatch und auf dem Norisring."

Ekström als Ersatz für Kristensen möglich

Ekström würde allerdings einspringen, wenn Kristensen die Nachwirkungen seines Unfalls beim DTM-Auftakt in Hockenheim (22. April) nicht rechtzeitig überwindet. "Im Augenblick gehen wir davon aus, dass Tom bis Le Mans wieder fit ist, eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht", sagte Ullrich.

Gemeinsam mit dem siebenmaligen Sieger Kristensen sind der Italiener Rinaldo Capello und der Schotte Allan Mcnish für den Audi mit der Startnummer zwei gemeldet. Im Schwesterauto mit der Nummer eins sitzen die Vorjahressieger Frank Biela (Neuss), Emanuele Pirro (Italien) und Marco Werner (Dortmund).

"Ich bin überzeugt, dass wir mit unseren Routiniers, die zur absoluten Weltelite bei den Sportwagen-Fahrern zählen, und unseren vielversprechenden Junioren gut für das Duell gegen Peugeot gerüstet sind", sagte Ullrich: "Gleichzeitig geben wir drei jungen Fahrern die große Chance, erstmals um den Gesamtsieg in Le Mans zu kämpfen. Auch das ist ein Teil unseres Motorsport-Konzeptes."

© SID

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