Motorsport 24-Stunden-Rennen
Frentzen gibt Comeback auf dem Nürburgring

Der frühere Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen wird noch einmal beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an den Start gehen. Steuern wird er einen Sportwagen mit Hybridantrieb.

Knapp zwei Jahre nach seinem letzten DTM-Rennen in der Eifel am 20. August 2006 gibt Heinz-Harald Frentzen auf dem Nürburgring sein Comeback. Am 24./25. Mai stellt sich der frühere Formel-1-Pilot nach 20 Jahren wieder der Herausforderung beim berühmten 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife - und das sogar noch mit einem revolutionären Konzept. "HHF", der im Juni auch mit einem Aston Martin bei den 24 Stunden von Le Mans starten will, wird gemeinsam mit dem früheren BMW-Werkspiloten Dirk Müller (Burbach) einen Apollo-Sportwagen mit Hybridantrieb steuern.

Frentzen: "Unser Sport kann wieder zum Vorreiter werden"

"Der Motorsport darf die Notwendigkeit, Energie zu sparen, nicht ignorieren. Ich sehe vielmehr die Chance, dass unser Sport wieder zum Vorreiter einer technischen Entwicklung werden kann, die unsere Autos auch abseits der Rennstrecke deutlich Energie-effizienter macht", erklärt Frentzen die Gründe für sein Engagement.

Neben einem rund 630 PS starken Benzinmotor verfügt der Apollo über einen 100 KW (136 PS) leistenden Elektromotor und führt zudem beim Bremsen verlorene Energie wieder dem Elektromotor zu. Solche Systeme zur Energie-Rückgewinnung sollen ab 2009 in der Formel 1 zum Einsatz kommen.

Frentzen, der in 157 Formel-1-Rennen drei Siege holte und 1997 Vize-Weltmeister sowie 1999 WM-Dritter war, hatte nach seinem Abschied aus der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft Ende 2006 pausiert. Erst vor knapp drei Wochen hatte er beim Speedcar-Rennen in Bahrain sein Comeback gefeiert. Seinen ersten Einsatz beim Eifel-Marathon hatte er 1988 in einem Opel Astra.

© SID

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