Motorsport 24-Stunden-Rennen
Kristensen in Le Mans wieder am Steuer

Nach seinem schweren Unfall am 22. April geht Audi-Pilot Tom Kristensen beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans erstmals wieder an den Start. An seiner Seite starten Rinaldo Capello (Italien) und Allan Mcnish (Schottland).

Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen wird nach seinem schweren Unfall im DTM-Auftakt-Rennen am 22. April beim 24-Stunden-Klassiker in Frankreich sein Comeback geben. Das teilte der Däne auf einer Pressekonferenz am Montag in Kopenhagen mit, nachdem er zuvor von den betreuenden Ärzten grünes Licht erhalten hatte. Der 39-Jährige war bisher insgesamt sieben Mal beim Langstrecken-Rennen siegreich.

Es sei ein tolles Gefühl für ihn, dass er sein Comeback in Le Mans geben kann, meinte Kristensen. Es sei eine lange Pause ohne Motorsport gewesen und er habe zeitweise sehr mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen gehabt. "Doch in den vergangenen Wochen ist die Heilung immer schneller verlaufen. Ich fühle mich wieder fit. Die Ärzte haben mich komplett durchgecheckt und mir dann die Freigabe erteilt", sagte der Däne überglücklich.

Erfolgreicher Test am Samstag

Den Ausschlag für die Rückkehr auf die Rennstrecke hatte ein rund einstündiger Test in einem Audi A4 am Samstag am Rande des DTM-Gastspiels in Brands Hatch gegeben. "Wir wollten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt warten, um Tom noch die Chance zur Teilnahme zu geben", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Kristensen wird wie ursprünglich geplant gemeinsam mit Rinaldo Capello (Italien) und Allan Mcnish (Schottland) an den Start gehen. Der als Reservefahrer vorgesehene Mattias Ekström (Schweden) kann sich somit ganz auf den Titelkampf in der DTM konzentrieren.

"Ich bin sehr froh, dass Tom Kristensen wieder fit ist und für uns in Le Mans wie geplant an den Start gehen kann", sagte Ullrich. Bei dem finalen Test in Brands Hatch sollte Kristensen laut Ullrich ein Gefühl dafür bekommen, ob er sich im Rennauto wieder wohlfühlt und mit den Belastungen klarkommt: "Er war sofort schnell und ist - wie wir es von ihm kennen - konstant schnelle Runden gefahren. Er fühlte sich im Auto wohl und auch nach dem Test gut. Deshalb haben wir nach Rücksprache mit ihm und den Ärzten grünes Licht für sein Comeback geben."

Unter Aufsicht von Audi-Teamarzt Christian John wird Kristensen in den nächsten Tagen in Le Mans sein Reha-Programm fortsetzen. Die ersten Runden am Steuer des Audi R10 TDI mit der Startnummer zwei wird der Däne am Mittwochabend während des ersten Qualifyings absolvieren.

Große Ehre für Audi in Le Mans

Eine große Ehre wurde Audi schon vor der 75. Auflage in Le Mans zuteil. Der Erfolgsserie der Sportwagen aus Ingolstadt ist künftig ein Wahrzeichen im Herzen der Rennstrecke gewidmet. Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstandes der Audi AG, Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich, Jean-Claude Plassart, Präsident des Automobile Club de l Ouest (ACO), und ein Audi-Werksfahrer werden am Samstag im "Village" der Rennstrecke den "Audi Tower" enthüllen.

Seit 1999 ist Audi in Le Mans am Start. Selten zuvor war ein Automobilhersteller dort derart erfolgreich. Sechs Gesamtsiege bei bisher acht Starts - darunter der historische erste Erfolg eines Diesel-Fahrzeugs in Le Mans - sind eine mehr als eindrucksvolle Bilanz.

© SID

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