Motorsport Alms
Audi erwägt Rückzug aus der Alms

In der American Le Mans Series wollen die Organisatoren den Siegeszug von Audi stoppen und die Konkurrenz beim nächsten Rennen mit 65 Kilo weniger Gewicht starten lassen. Die Ingolstädter drohen nun mit dem Rückzug.

Die Organisatoren der American Le Mans Series (Alms) wollen offenbar dem Siegeszug von Audi mit dem neuen Dieselsportwagen R10 TDI ein Ende setzen. Deshalb beschlossen sie erneut, der Konkurrenz in der Lmp1-Klasse der US-Sportwagenserie zu helfen. Die darf beim nächsten Rennen am kommenden Sonntag in Elkhart Lake/US-Bundesstaat Wisconsin mit immerhin 65kg weniger Gewicht (835kg) an den Start gehen.

Das wollen die Ingolstädter, die mit dem revolutionären Sportwagen in der Alms noch ungeschlagen sind, aber nicht so einfach hinnehmen und drohen deshalb sogar mit einem Rückzug aus der äußerst populären US-Serie.

Ullrich bezeichnet Regeländerungen als "willkürlich"

"Die neuerlichen Regeländerungen der Imsa (International Motor Sports Association, d.Red.) erscheinen uns willkürlich und nicht gerechtfertigt. Dass uns das Leben künstlich schwer gemacht werden soll, können wir nicht akzeptieren", verkündet Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Audi, der Hersteller, der die Alms seit Jahren trage und mit zu dem gemacht habe, was sie heute ist, werder sein Engagement in der Alms nur fortsetzen, wenn es in Zukunft wieder stabile und berechenbare Regeln gebe.

Die Ingenieure von Audi Sport haben bei Computer-Simulationen errechnet, dass auf der 6,5km langen Strecke 100km nördlich von Milwaukee nur zehn Kilogramm Mehrgewicht pro Runde mindestens zwei Zehntelsekunden ausmachen. Bereits beim letzten Rennen in Portland hatte es wegen des Zugeständnisses von 40kg weniger Gewicht für die Konkurrenz große Aufregung im Audi-Lager gegeben.

Größerer Tank für die Konkurrenz

Zudem dürfen die Konkurrenten in der Lmp1-Kategorie ab dem übernächsten Alms-Lauf am 3. September in Mosport/Kanada mit einem um fünf Liter größeren Tankvolumen antreten. Damit ist die erfolgreiche Titelverteidigung der Ingolstädter trotz der 39 Punkte Vorsprung der Audi-Werksfahrer Rinaldo Capello (Italien) und Allan Mcnish (Schottland) bei vier noch ausstehenden Saisonläufen in Gefahr.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%