Motorsport Cart
Patrick gewinnt als erste Frau US-Cart-Rennen

Danica Patrick hat als erste Frau ein Rennen zur US-Cart-Serie gewonnen. Die 26-Jährige raste in ihrem Honda-Dallara im japanischen Motegi als Erste über die Ziellinie.

Nun muss auch der letzte männliche US-Cart-Fahrer eingestehen, dass ihn eine Frau überholt hat. Danica Patrick hat als erste Frau ein Rennen der Indycar-Serie gewonnen. Ausgerechnet in ihrem 50. Rennen beendete die 26 Jahre alte US-Amerikanerin beim dritten Saisonlauf in Motegi/Japan das lange Warten auf ihren ersten Sieg im US-Pendant zur Formel 1.

"Es fühlt sich an, als ob es eine ganz lange Zeit gedauert hat. Ich hatte im letzten Jahr schon viele Chancen, aber auch viel Pech. Jetzt bin ich froh, dass es zu Ende ist", sagte die überglückliche Patrick: "Ich bin so oft gefragt worden, wann ich endlich mein erstes Rennen gewinne. Jetzt gibt es nie mehr solche Fragen."

Patrick siegt durch besseres Benzin-Haushalten

Es war ein bisschen Ironie des Schicksals, dass Patrick ausgerechnet durch besseres Haushalten mit ihrem Benzin in Motegi drei Runden vor Schluss den Brasilianer Helio Castroneves überholte und zum Sieg fuhr. Am 29. Mai 2005, als sie bei den berühmten 500 Meilen von Indianapolis Vierte wurde, hatte sie den greifbar nahen Triumph im "Mekka des Motorsports" verpasst, weil ihr der Sprit beinahe ausgegangen wäre.

Dennoch ist Patrick seitdem in Amerika die Vorzeige-Frau und Liebling der Medien. Sportlich hält die nur 1,67 Meter große und gerade einmal 48kg schwere Patrick, die aus Phoenix im Wüstenstaat Arizona stammt, den hohen Erwartungen stand. Dreimal fuhr sie nach Indy auf die Pole Position, nur der erste Sieg ließ noch auf sich warten.

Emotionen überwältigten Patrick auf der Schlussrunde

Als es geschafft war, fehlten ihr fast die Worte, und sie musste mit den Tränen kämpfen. "Ich hatte immer gesagt, ich würde das nicht machen, aber in der letzten Runde war ich so aufgeregt. Als ich über Funk mit der Box sprach, kamen die Emotionen hoch. Ich konnte nur noch Danke sagen", meinte Patrick, die auf dem Podium einen Silberpokal erhielt, der fast so groß war wie sie selbst.

5,8 Sekunden Vorsprung hatte Patrick in ihrem Honda-Dallara nach 200 Runden vor dem Trainingsschnellsten und Tabellenführer Helio Castroneves (Brasilien). Der Neuseeländer Scott Dixon (alle Honda-Dallara) lag als Dritter bereits zehn Sekunden zurück. In der Gesamtwertung verbesserte sich Patrick mit 98 Punkten hinter Castroneves (112) und Dixon (100) vom siebten auf den dritten Rang.

Die schnelle Amerikanerin hatte bereits im vergangenen Jahr mit ihrem lang ersehnten ersten Podestplatz als Dritte in Forth Worth/Texas angedeutet, dass sie siegfähig ist. Damals fuhr Patrick mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 345,459km/h sogar eine schnellere Rennrunde als der Sieger.

© SID

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