Motorsport
Die knappsten WM-Duelle von Michael Schumacher

Spannender könnte die Entscheidung um die Formel-1-Weltmeisterschaft nicht sein wie in diesem Jahr: Punktegleichstand zwischen Herausforderer Michael Schumacher und Titelverteidiger Fernando Alonso mit 116:116.

dpa SCHANGHAI. Spannender könnte die Entscheidung um die Formel-1-Weltmeisterschaft nicht sein wie in diesem Jahr: Punktegleichstand zwischen Herausforderer Michael Schumacher und Titelverteidiger Fernando Alonso mit 116:116.

Der Ferrari-Pilot (7 Siege) hat allerdings einen Sieg mehr auf dem Konto als sein Renault- Rivale. Der Kerpener kann schon in Suzuka seinen achten Titel holen, wenn er gewinnt und Alonso ohne Punkte bleibt.

Bislang entschied Rekordchampion Schumacher drei seiner sieben insgesamt Titel im letzten oder vorletzten Saisonrennen zu seinen Gunsten. Am dramatischsten war sein erster Triumph vor zwölf Jahren. Vor dem Finale im australischen Adelaide lag Schumacher lediglich die Winzigkeit von einem Punkt vor seinem damaligen Rivalen Damon Hill. Beim Finale kam es dann zum Unfall zwischen den beiden Protagonisten. Schumacher und der Brite Hill blieben ohne Punkte, was dem Deutschen seinen ersten WM-Titel garantierte. Endstand 92:91.

Neun Jahre später fuhr Schumacher seinen sechsten WM-Gewinn ebenfalls erst im letzten Rennen nach Hause. So knapp wie gegen Hill ging es jedoch nicht zu. Dennoch bewies Schumacher in Suzuka Nervenstärke. Platz acht genügte, um mit 93 Gesamtzählern den finnischen Mclaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen (91 Punkte) hinter sich zu lassen.

Im vorletzten Rennen machte Schumacher vor sechs Jahren seinen ersten Triumph im Ferrari perfekt. Der Gegner hieß Mika Häkkinen, der in den beiden Jahren zuvor die WM im Mclaren-Mercedes gewonnen hatte. Mit seinem Sieg in Suzuka (Schumacher: „Ich liebe diese Strecke“) war Schumacher für seinen finnischen Widersacher vor dem Finale in Malaysia nicht mehr einzuholen. Seinen schnellsten Titel errang er 2002 - nach elf von 17 WM-Läufen war der Triumph perfekt.

Zwei Mal hatten aber auch die Gegner am Ende die Nase vorn. 1997 wurde Jacques Villeneuve in Jerez Weltmeister, nachdem Schumacher versucht hatte, den Kanadier von der Strecke zu drängen. Dem Deutschen wurden wegen der Aktion nachträglich alle Punkte aberkannt. Wäre Villeneuve ausgeschieden und nicht auf den dritten Platz gefahren, wäre Schumacher bei gleichzeitiger Nicht-Disqualifikation Weltmeister geworden. Im Jahr darauf triumphierte Häkkinen dank seines Sieges im Finale von Japan.

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