Motorsport DTM
Audi jagt Mercedes in Barcelona

Das Wettrennen um die Fahrer-Krone zwischen Mercedes-Star Bernd Schneider und Audis großer Hoffnung Tom Kristensen in der DTM geht beim Rennen am Sonntag in Barcelona in die heiße Phase.

Das Wettrennen um die Fahrer-Krone zwischen Rekord-Champion Bernd Schneider (Mercedes) und Herausforderer Tom Kristensen (Audi) in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) geht am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) in Barcelona in die heiße Phase. Zu allererst steht jedoch das Qualifying auf dem Programm. Der viermalige Meister Schneider führt die Gesamtwertung vor der DTM-Premiere auf dem Formel-1-Kurs vor den Toren der katalanischen Hauptstadt mit nur zehn Punkten Vorsprung vor dem siebenmaligen Le-Mans-Gewinner Kristensen an. Sollte Schneider im AMG-Mercedes C-Klasse vor seinem dänischen Rivalen im Abt-Audi A4 ins Ziel kommen, wäre ihm bei dann nur noch zwei ausstehenden Rennen der Titel kaum noch zu nehmen.

Schneider will von voreiligen Titel-Prognosen allerdings nichts wissen. "Eigentlich konzentriere ich mich nur aufs nächste Rennen in Barcelona, dort will ich erfolgreich sein", sagt der Saarländer. Der frühere Formel-1-Pilot glaubt nicht an eine vorzeitige Entscheidung im Titelrennen und geht davon aus, dass es zum Showdown mit seinem Rivalen Kristensen beim Saisonfinale in Hockenheim kommen wird: "Es bleibt spannend bis zur letzten Runde, die Fans dürfen sich freuen."

Seinem Konkurrenten zollt Schneider großen Respekt. "Tom ist ein sehr harter, aber auch fairer Gegner. Er hat schon fast alles gewonnen, was man im Automobilsport außerhalb der Formel 1 gewinnen kann." Deshalb freue er sich, gegen einen "so starken Konkurrenten" in den letzten drei Rennen um die Meisterschaft zu kämpfen.

Kristensen gibt die Komplimente zurück. Er habe großen Respekt vor Schneider und dessen Leistung. "Bernd ist einer der erfahrensten DTM-Piloten. Vielleicht besteht die Gefahr, dass er mit einem Titel in diesem Jahr seine Karriere beendet", meint der Däne und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Das möchte ich natürlich verhindern, denn Bernd gehört einfach zur DTM."

Spekulationen über Zukunft von "Mister DTM"

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hält sich bei den Spekulationen über Schneiders Zukunft zurück. Sollte "Mister DTM" im Alter von 42 Jahren allerdings wirklich nochmal Meister werden, dürfte Schneider seinen Helm wohl zum Saisonende an den Nagel hängen. "Bernds Alter ist nur insofern erwähnenswert, als dass er in dieser Saison mehr Erfolge eingefahren hat, als alle die nur halb so alt sind wie er", sagt Haug und lobt seinen Fahrer: "Bernd hat erstklassige Arbeit abgeliefert, nicht einer seiner 54 Punkte wurde ihm geschenkt."

Audi ist im Titelrennen weiterhin extrem motiviert, Kristensens Sieg zuletzt in Zandvoort/Niederlande hat den Ingolstädtern enormen Auftrieb gegeben. Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich weiß jedoch, dass es "Major Tom" nicht aus eigener Kraft schaffen kann. Die Strategie sei deshalb klar, so Ullrich: "Wir müssen versuchen, so viele Autos wie möglich zwischen Tom und Bernd zu bringen." Kristensen sei ein Ausnahmefahrer, der alle Energie und Konzentration in den Kampf um den DTM-Titel 2006 steckt und dafür unendlich viel arbeitet, meint der Audi-Sportchef: "Er ist in dieser Saison so stark, dass er als einer der wenigen Bernd schlagen kann."

Ullrich hofft trotz aller Rivalität, dass Schneider der DTM möglichst lange erhalten bleibt. "Bernd ist ein alter Hase, aber in diesem Jahr stärker als je zuvor, und es ist sicherlich kein Zufall, dass er so viele große Erfolge in der DTM erzielt hat," meint der "Herr der Ringe". Schneider werde unter Druck immer stärker und gehöre zu den ganz wenigen Rennfahrern, die ganz selten Fehler machen", urteilt Ullrich.

© SID

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