Motorsport DTM
Audi kommt glimpflich davon

Nach der Teamorder-Affäre in der DTM wurde Audi-Pilot Mattias Ekström von Platz zwei auf Platz drei zurückgestuft. Abt Sportsline und Phoenix Racing müssen eine Geldstrafe zahlen.

Audi ist in der Teamorder-Affäre der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) mit einem blauen Auge davongekommen. Der Schwede Mattias Ekström erhielt lediglich eine Fünf-Sekunden-Strafe und wurde dadurch von Platz zwei auf drei des letzten Rennen in Zandvoort/Niederlande zurückgestuft, womit er zwei Punkte verliert.

Die Audi-Werksteams Abt Sportsline (Kempten) und Phoenix Racing (Meuspath) müssen jeweils 25 000 Euro zahlen, davon sind 20. 000 Euro zur Bewährung ausgesetzt. Die beiden Audi-Piloten Alexandre Premat (Frankreich) und Oliver Jarvis (Großbritannien) wurden nur verwarnt. Dieses Urteil fällten die Sportkommissare des Deutschen Motor Sport Bundes (Dmsb) am Freitag in Oschersleben. Audi akzeptierte die Strafe und verzichtete auf eine Berufung.

"Es wäre der DTM und dem Motorsport nicht gedient, wenn sich die Diskussionen über Wochen hinziehen würden und das Ergebnis von Zandvoort weiter vorläufig bleiben würde. Die Verlierer wären vor allem die Fans", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich.

Ekström überholt Markenkollegen in der Schlussphase

In der Schlussphase des Rennens in Zandvoort war Ekström leicht an seinen Audi-Markenkollegen Jarvis und Premat vorbeigefahren und hatte hinter Sieger Gary Paffett (Großbritannien/Mercedes) den zweiten Rang belegt.

Der Dmsb und die Sportkommissare waren der Meinung, dass Audi gegen den Artikel S20.2 des sportlichen Reglements der DTM verstoßen hat. Darin heißt es: Teamorder, die das Rennergebnis verfälscht, ist verboten.

Das Skandalrennen von Zandvoort hat aber die Fans mobilisiert. Für den 5. Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) in der Motorsport Arena Oschersleben wurden bereits im Vorverkauf rund 20 Prozent mehr Tickets abgesetzt, als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, als 64 000 Zuschauer am gesamten Wochenende gezählt wurden.

© SID

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