Motorsport DTM
Audi peilt ersten Heimsieg seit 2002 an

Seit 2002 konnte Audi in der DTM das Rennen auf dem Nürnberger Norisring nicht mehr gewinnen. In diesem Jahr wollen die Ingolstädter die Mercedes-Siegesserie durchbrechen.

Audi hat für das Rennen des Jahres in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Nürnberger Norisring nichts unversucht gelassen und sich sogar mit Fahrstunden auf einem Flugplatz vorbereitet. Für die Ingolstädter steht beim 5. Saisonrennen heute (14 Uhr/live in der ARD) besonders viel auf dem Spiel. Die "Herren der Ringe" wollen die Tabellenführung behalten und erstmals seit 2002 wieder einen Heimsieg landen.

Seit Laurent Aiellos Erfolg vor rund sechs Jahren hat Erzrivale Mercedes in der Höhle des Löwen triumphiert. Beflügelt wird Audi vom Erfolg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans vor wenigen Wochen. Nicht nur auf dem Norisring, sondern auch im Titelrennen 2008 geben die Silberpfeile den Ton an. Zuletzt gelangen Mercedes-Benz durch die Briten Jamie Green und Paul di Resta zwei Siege in Serie.

Scheider vor di Resta und Green

In der Meisterschaft hat aber noch ein Audi-Pilot die Nase vorn: Timo Scheider (Braubach) führt mit 26 Punkten vor di Resta (23) und Green (21). Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden) liegt im Audi A4 auf Rang vier (20) ebenfalls aussichtsreich im Rennen. Der Kanadier Bruno Spengler, Norisring-Sieger der vergangenen beiden Jahre, ist derzeit Sechster (14).

Das Norisring-Rennen liege dem ganzen Team natürlich sehr am Herzen, sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Und ausgerechnet die Hausstrecke habe dem Auto in den vergangenen Jahren nicht gerade gelegen, denn Abtrieb sei am Norisring nicht so gefragt. Ullrich: "Aber wir sind in der Meisterschaft in einer guten Position und haben alles versucht, uns so gut wie möglich auf den Norisring vorzubereiten."

Audi hat im Vorfeld nichts unversucht gelassen, um den "Fluch von Nürnberg" zu beenden. Um sich optimal vorzubereiten, wurde die Strecke auf einem Flugplatz simuliert. Zwei aktuelle A4 und ein Vorjahresfahrzeug waren dabei im Einsatz. Die Testergebnisse bestätigten die Werte aus dem Audi-Windkanal und den Computersimulationen.

Bodenwellen machen Fahrern das Leben schwer

Bei der Entwicklung des neuen A4, der den Projektnamen "R14" trägt, wurden die außergewöhnlichen Anforderungen des nur 2,3km langen Stadtkurses berücksichtigt, auf dem es vor allem auf einen geringen Cw-Wert, gute Traktion und standfeste Bremsen ankommt. Außerdem müssen Fahrwerk und Aerodynamik mit den Bodenwellen zurechtkommen, die sich von Jahr zu Jahr verändern und den Rennfahrern das Leben schwer machen, teilte Audi in einem Presse-Statement mit.

Viel vorgenommen hat sich Meister Ekström. "Es war schon immer mein Traum, das Rennen auf dem Norisring zu gewinnen. Es ist mein achtes Jahr bei Audi und mein achter Versuch", meint der Schwede: "Ich werde alles dransetzen, um das Rennen endlich zu gewinnen."

Tabellenführer Scheider ist vorsichtig. Die derzeitige Nummer eins bei Audi weiß genau, dass der Norisring für sein Team zuletzt immer ein schlechtes Pflaster war. Das aber soll sich am Sonntag ändern. Scheider: "Wir haben hart gearbeitet, um unseren vielen Mitarbeitern und Fans eine gute Show zu bieten."

© SID

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