Motorsport DTM
Audi will Titel-Hattrick am Hockenheimring

Timo Scheider will mit Audi Geschichte schreiben und am Hockenheimring zum ersten Mal in der DTM einen Titel-Hattrick feiern. Ein fünfter Platz würde ihm zum Triumph reichen.

Für Audi ist es das Rennen des Jahres. Die Ingolstädter können in der Deutschen Tourenwagen Masters Geschichte schreiben und als erster Hersteller den Titel-Hattrick schaffen. Mit einem scheinbar beruhigenden Vorsprung von sieben Punkten kommt Titelverteidiger Timo Scheider zum DTM-Finale am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) nach Hockenheim. Schon ein fünfter Platz würde dem Audi-Piloten zum erneuten Triumph reichen.

Doch Wolfgang Ullrich ist vorsichtig und denkt noch nicht an die große DTM-Sause. Noch könne eine ganze Menge passieren, sagt der Audi-Sportchef. "Das fängt im Qualifying an: Ein kleines Problem, schon bleibt man hängen. Und was in einem Rennen alles passieren kann, wissen wir nicht erst seit unseren Reifenschäden in Dijon", sagt Ullrich im SID-Interview.

Gary Paffett einzig verbliebener Konkurrent

Und natürlich müssen auch die beiden Boxenstopps klappen, und die Strategie muss stimmen, sagt Ullrich, der offenbar ein leicht mulmiges Gefühl hat und dem Erzrivalen Mercedes nicht über den Weg traut: "Sieben Punkte sind zwar ein schönes Polster, aber auf dem kann man nicht relaxen."

Scheiders einzig verbliebener Gegner im Titelrennen ist Gary Paffett. Der Brite muss das Finale schon gewinnen und hoffen, dass Scheider bestenfalls Sechster wird. Dann wären die beiden Rivalen punktgleich, Paffett hätte jedoch wegen der größeren Anzahl der Siege im Vergleich mit Scheider die Nase vorn (3:2).

Ullrich: Scheider ein "großer Champion"

Für Ullrich ist Scheider ein "großer Champion", der sogar in die Fußstapfen der DTM-Legenden Klaus Ludwig und Bernd Schneider treten kann. "Dahin ist es zwar noch ein langer Weg, aber schließlich ist Timo gerade mal 30 Jahre alt", meint der Audi-Sportchef und lobt seinen Fahrer: "Timo hat bewiesen, dass er eine Meisterschaft einfahren kann. Dass er in diesem Jahr wieder unsere Speerspitze ist und die Chance hat, den Titel erfolgreich zu verteidigen, spricht ganz klar für ihn."

Egal, was im Rennen am Sonntag auch passiert, Ullrichs Bilanz fällt in jedem Fall positiv aus. "Unser Saisonziel war es, erneut um die Meisterschaft zu kämpfen, das haben wir geschafft. Wir haben bei neun Rennen sieben Mal die Pole Position geholt. Das zeigt, dass der Audi A4 DTM das schnellste DTM-Auto ist", sagt der Sportchef der Ingolstädter.

Ralf Schumacher glaubt an Scheiders Triumph

Für DTM-Star Ralf Schumacher, der zuletzt in Dijon mit Platz fünf sein bislang bestes Resultat für Mercedes eingefahren hat, ist das Titelrennen eigentlich schon gelaufen. "Denn bei sieben Punkten Vorsprung spricht alles für Audi und Scheider", sagte Schumacher dem SID: "Aber wir werden alles versuchen, um ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wir kämpfen bis zur letzten Runde." Wenn es dann trotzdem nicht reichen sollte, habe Scheider es halt verdient: "Er war in diesem Jahr sicher der konstanteste Fahrer und hat die notwendigen Punkte geholt."

Scheider weiß, was die Stunde geschlagen hat. Und wie man einen Titel einfährt, hat er zuletzt in der Formel 1 gesehen. Da hat sich der Brite Jenson Button im vorletzten Rennen in Sao Paulo mit einem fünften Platz die WM-Krone aufgesetzt. Mit dem gleichen Ergebnis wäre auch Scheider am Ziel seiner Träume: "Es wäre für mich das Größte und Schönste, vor deutschem Publikum wieder diesen Erfolg einzufahren und zu feiern. Diesen Traum will ich mir natürlich erfüllen", sagt der Audi-Pilot vor dem DTM-Showdown.

© SID

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