Motorsport DTM
Audi wünscht sich Schumacher für die DTM

Audi will angeblich Michael Schumacher nach seinem Karriereende in der Formel 1 unter Vertrag nehmen. Der siebenfache Weltmeister soll für den Automobilhersteller in der DTM und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans fahren.

Dass Michael Schumacher nach dem letzten Saisonrennen in Sao Paolo seine Formel-1-Karriere beenden wird, ist gewiss. Noch immer unklar ist hingegen, wie die Zukunftspläne des Ferrari-Piloten aussehen. Möglicherweise könnte "Schumi" in naher Zukunft doch wieder auf asphaltierten Rennstrecken seine Runden drehen - allerdings nicht in der Formel 1. Angeblich hat Automobilhersteller Audi ein Auge auf den angehenden Früh-Rentner geworfen und will Schumacher mit der Rekordgage von mehr als zehn Mill. Euro in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und nach Le Mans locken. Das wäre mehr als alle 20 DTM-Fahrer zusammen derzeit verdienen.

Das Werben um den 37-jährigen Schumacher wollte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich offiziell nicht bestätigen, in einem Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) meinte er allerdings vielsagend: "Ich kann mir vorstellen, dass einer, der alles erreicht hat, noch eine Rechnung mit Le Mans offen hat."

Schumacher wartet noch auf Le-Mans-Sieg

Den Traum vom Sieg beim berühmtesten 24-Stunden-Rennen der Welt konnte Schumacher zu Beginn seiner Karriere mit Mercedes nicht verwirklichen. Ullrich gab aber auch zu bedenken: "Ich weiß nicht, wie seine Verträge mit Fiat und Ferrari aussehen." Bei den Italienern ist "Schumi" nach dem Formel-1-Abschied am Sonntag in Sao Paulo bereits als Berater im Gespräch, das würde ein Engagement für Audi zumindest für Le Mans allerdings nicht unbedingt ausschließen.

Was eine Verpflichtung Schumachers für die Marke Audi wert wäre, verdeutlichte Jürgen Pippig, Mediendirektor Motorsport bei den Ingolstädtern: "Das wäre wie ein Sechser im Lotto mit Superzahl. " Ob Schumacher in der DTM um den Titel fahren könnte, steht für Pippig in den Sternen. Die DTM sei eine völlig eigene Welt, "das haben schon Stars wie Mika Häkkinen und Heinz-Harald Frentzen erfahren".

Weber schließt Schumachers DTM-Comeback aus

Schumachers Manager Willi Weber schließt eine Rückkehr seines Schützling ins Rennauto (noch) aus. Und in die DTM werde Michael garantiert nicht wechseln, sagt der Schwabe: "Da lege ich mich lieber vors Auto." Schumachers selbst betonte mehrfach, dass er sich zunächst eine längere Auszeit gönnen werde und sich verstärkt um seine Familie, Ehefrau Corinna und die Kinder Gina-Maria und Mick, kümmern wolle.

An einem Comeback Schumachers in der DTM würden sich auch andere Rennsportgrößen erfreuen. "Das wäre ein Traum, er ist für viele der Wunschkandidat", sagt Tourenwagen-König Klaus Ludwig. Doch erstmal solle Schumacher etwas Abstand gewinnen und sich in seiner neuen Welt zurechtfinden: "Danach wird er entscheiden, was für ihn das Beste ist."

Bernd Schneider kann sich "Schumi" als Konkurrenten vorstellen

Der frisch gekürte DTM-Champion Bernd Schneider kann sich "sehr gut vorstellen, dass Michael in der DTM fährt". Ob das bereits 2007 der Fall sein werde, müsse man abwarten. Hans-Joachim Stuck dagegen hält nichts von den DTM-Plänen: "Wenn er zurückkommt, dann nur auf dem Niveau, auf dem er aufgehört hat." Auch der neue FIA-GT-Meister Michael Bartels kann sich Schumacher nicht in der DTM vorstellen: "Ich glaube eher, dass Michael der Fiat-Familie treu bleibt."

© SID

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