Motorsport DTM
Damon Hill startet für die DTM

Damon Hill steigt nach sechs Jahren erstmals wieder in einen Rennwagen. Der frühere Formel-1-Weltmeister will in einem DTM-Silberpfeil zeigen, dass er immer noch schnell um die Kurven rasen kann.

Den Verantwortlichen der DTM ist eine echter Marketing-Coup gelungen. Damon Hill, der eigentlich nur noch sein Leben als Privatmann genießt, setzt sich für die DTM wieder hinters Steuer. Der frühere Formel-1-Weltmeister scheut eigentlich das Rampenlicht, seit er seinen Helm vor mehr als sechs Jahren an den Nagel gehängt hat. Doch der inzwischen 45-Jährige wird die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wieder auf sich ziehen.

Hill wird am Freitag in Brands Hatch/England einige Runden in einem DTM-Silberpfeil von Mercedes drehen, um für das Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in der Woche darauf (2. Juli) auf der gleichen Strecke zu werben. "Ich bin sehr beeindruckt von der DTM. Die Autos sind schnell, und es macht Spaß, sie auf der Strecke zu sehen", sagt Hill.

Ullrich: "Typen wie Hill sind bei uns immer willkommen"

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der erst vor wenigen Tagen den historischen ersten Sieg eines Diesel-Fahrzeuges beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans feierte, freut sich auf Hill. "Die DTM zieht große Namen an. Das beweist einmal mehr die Attraktivität der Serie. Typen wie Hill sind bei uns immer herzlich willkommen", sagte Ullrich dem sid und gab Hill einen Rat: "Er muss aufpassen, denn er wird ganz schnell merken, dass die DTM-Autos sehr anspruchsvoll sind."

Angesetzt sind die Testfahrten des Engländers für zwei Stunden, danach wird er seine Eindrücke auf einer Pressekonferenz schildern. Vom Wettbewerb her und vom Einsatz, den man bringen müsse, sei die DTM vergleichbar mit der Formel 1, erzählt Hill: "Die Fans sollten sich das Rennen in Brands Hatch auf keinen Fall entgehen lassen."

DTM genießt auch im Ausland hohes Ansehen

DTM-Boss Hans Werner Aufrecht ist erleichtert, dass der Coup mit Hill geklappt hat: "Dass er ein DTM-Auto testet, zeigt, was für einen hohen Stellenwert die DTM im internationalen Automobilsport besitzt." Dass Hill aber ein langfristiges Comeback als Rennfahrer in der DTM gibt, glaubt Aufrecht nicht: "Er wurde gerade erst zum Präsidenten des British Racing Driver Clubs gewählt, da wartet ja genug Arbeit auf ihn."

Auch Hill selbst schließt eine Festanstellung in der DTM aus. "Ich bin sehr zufrieden so wie es jetzt ist", meint der Brite, der 1996 den Formel-1-Titel in einem Williams-Renault gewann. In den beiden Jahren zuvor war er jeweils knapp an Michael Schumacher gescheitert.

Hill freut sich auf sein Cockpit-Comeback

Hill wird auch am DTM-Wochenende in Brands Hatch im Einsatz sein und im Rahmenprogramm prominente Gäste im Renn-Taxi um die Strecke fahren. Danach sei seine Karriere als Rennfahrer beendet. Mercedes habe ihm die Gelegenheit geboten, ein DTM-Auto zu testen, und diese Chance wollte er sich nicht entgehen lassen: "Ich freue mich drauf, es wird sicher richtig viel Spaß machen."

Die Rückkehr der DTM nach England wird ein großer Erfolg, die Sitzplätze sind allesamt bereits ausverkauft. Es wurde deshalb eine Zusatztribüne mit 1 300 Plätzen gebaut, die in der ersten Kurve nach Start-Ziel aufgestellt wird. Wegen des Beginns der Tour de France wird das Rennen um eine Stunde vorverlegt und schon um 13.00 Uhr (live in der ARD) gestartet.

© SID

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