Motorsport DTM: Di Resta und Spengler lassen den Stern strahlen

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Di Resta und Spengler lassen den Stern strahlen

Mercedes-Pilot Paul di Resta hat das Heimspiel in Brands Hatch souverän gewonnen. Der Brite setzte sich gegen Bruno Spengler durch, der weiterhin die Gesamtwertung anführt.

Heimsieg für Paul di Resta, weiter komfortable Gesamtführung für Bruno Spengler: Mercedes hat auch den siebten von elf Läufen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Brands Hatch dominiert. Nach dem bereits fünften Doppelsieg des Jahres und dem Ausfall des bislang gefährlichsten Audi-Piloten Mattias Ekström wird die Titelvergabe in dieser Saison nach zuletzt drei Audi-Meisterschaften wohl endgültig eine Mercedes-interne Angelegenheit.

Spengler, der nach dem Ausrutscher mit Platz sieben zuletzt in Zandvoort zu alter Form zurückfand und als Zweiter zum sechsten Mal im siebten Rennen auf das Siegerpodest fuhr, hat mit 52 Punkten weiterhin komfortable neun Punkte Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger. Das ist jetzt mit 43 Punkten di Resta, der erstmals seit seinem Brands-Hatch-Sieg im Vorjahr wieder ganz vorn landete und seinen Landsmann und Teamkollegen Gary Paffett (39) überholte. Paffett musste sich mit Rang fünf hinter Titelverteidiger Timo Scheider und dessen spanischem Audi-Kollegen Miguel Molina begnügen. Scheider (29) ist nach dem zweiten dritten Platz in Serie als Gesamtvierter jetzt bester Nicht-Mercedes-Pilot, allerdings mit 23 Zählern Rückstand.

"Schwer war es heute nicht. Ich konnte das Rennen komplett kontrollieren", sagte di Resta, der nach dem Start von der Pole Position die 98 Runden auf der mit 1,929 Kilometern kürzesten Strecke des Jahres absolut fehlerfrei absolvierte und seinen vierten DTM-Sieg insgesamt feierte. "Ich bin sehr glücklich, weil Brands Hatch eine Strecke ist, die mir eigentlich nicht liegt", sagte Spengler: "Mir ist egal, wer hinter mir liegt. Wichtig ist, am Ende des Jahres ganz vorne zu sein."

Sechster Sieg im siebten Rennen für Mercedes

Für Mercedes war es bereits der sechste Sieg im siebten Saisonrennen. Vom Titel will Mercedes-Sportchef Norbert Haug aber noch nicht reden, allerdings gab er zu: "Das war natürlich ein guter Schritt." Eine Präferenz innerhalb des Teams hat er nicht. "Ich habe nur Lieblingsfahrer", sagte Haug. Sein Audi-Kollege Wolfgang Ullrich will den Traum vom vierten Titel in Serie noch nicht begraben. "Träumen allein hilft nicht, aber ich bin überzeugt, dass die Meisterschaft noch nicht vergeben ist", sagte Ullrich, und Scheider fügte hinzu: "Aufgegeben wird nicht."

Für Ekström, der als einziger Nicht-Mercedes-Fahrer in Valencia in diesem Jahr einen Sieg holte, war das Rennen schon nach wenigen Kilometern beendet. Nachdem er zunächst beim Start eine leichte Berührung mit Ralf Schumacher hatte, war er in der zweiten Runde zunächst offenbar wegen eines Aufhängungsbruchs von der Strecke gerutscht. Er kam zwar noch einmal zurück auf die Piste, war allerdings langsam unterwegs und wurde dann noch von der überraschten Mercedes-Pilotin Susie Stoddart gerammt, die kurz darauf auch aufgeben musste.

Ekström macht Schumacher Vorwürfe

Ekström machte nach dem Rennen Ex-Formel-1-Pilot Schumacher, der später nach einem Ausritt durchs Kiesbett auch ausschied, Vorwürfe. "Ralf war viel zu aggressiv am Anfang, da war mein Auto schon krumm. Das Manöver in der ersten Kurve war nicht notwendig. Ich war schon an ihm vorbei, aber dann hat er mir ins Auto gelenkt", sagte der Schwede, der später versuchte, mit seinem beschädigten Fahrzeug "aus dem Weg zu gehen. Aber das ist hier leider nicht so einfach." Die Rennleitung hatte den Zwischenfall untersucht, aber keine Strafe gegen Schumacher verhängt.

Kleiner Trost für "Eki": Besteht er einen weiteren Test, darf er am kommenden Samstag in Richmond sein erstes Oval-Rennen in der Nascar-Serie in den USA bestreiten. Bei seiner Nascar-Premiere vor einigen Wochen auf einem Straßenkurs hatte er eine beeindruckende Leistung gezeigt.

© SID

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