Motorsport DTM
DTM-Renndirektor Bruynseraede muss gehen

Roland Bruynseraede ist nicht länger Renndirektor der Deutschen Tourenwagen Masters. Der Belgier wurde als Konsequenz aus dem chaotischen DTM-Rennen am Lausitzring mit sofortiger Wirkung seiner Aufgaben entbunden. Der Deutsche Motor Sport Bund (Dmsb) berief den 36 Jahre alten Sven Stoppe zu dessen Nachfolger. Darüberhinaus werden auch der Dmsb-Delegierte Michael Schwägerl und Rennkommissar Wilfried Zametzer nicht mehr für die DTM arbeiten.

"Der Status quo ist, dass ich ab sofort nicht mehr für den Dmsb und die DTM arbeiten werden. Man hat einen Schuldigen für das Rennen am Lausitzring gesucht und man hat ihn gefunden", hatte Bruynseraede bereits zuvor im Gespräch mit Sport Bild online seine Demission bestätigt. Die Entscheidung sei ihm am vergangenen Dienstag mitgeteilt worden.

Am Donnerstagabend bestätigte der Dmsb in einer Pressemitteilung die von Sport Bild online gemeldeten personellen Umbesetzungen und gab die Nachfolger bekannt. Der neue Renndirektor Stoppe bekleidete die gleiche Position bislang für die DTM-Rahmenserien Formel BMW, VW Polo Cup und Seat Leon Supercopa.

Zum neuen Vorsitzenden der Sportkommissare wurde Gerd Ennser (48) ernannt. Als Dmsb-Delegierter wird Christian Schacht, Leiter Automobilsport und stellvertretender Dmsb-Generalsekretär in die DTM zurückkehren. Schacht hatte diese Aufgabe bereits von 2004 bis 2005 erfolgreich wahrgenommen. Die neue Mannschaft wird erstmals bei der nächsten DTM-Veranstaltung in Brands Hatch (10. Juni) die Verantwortung für den sportlichen Ablauf des Rennens übernehmen.

"Der Dmsb hielt es für wichtig, nach den Fehlern vom Lausitzring Konsequenzen auch im organisatorischen und personellen Bereich zu ziehen und eine neue, unbelastete Mannschaft für die DTM zu präsentieren", hieß es in der Pressemitteilung. Bei den abberufenen Funktionären bedankte sich der Verband für deren Arbeit und erklärte, dass sie auch künftig bei Veranstaltungen höchster Prädikate zum Einsatz kommen werden.

Beim dritten DTM-Saisonlauf vor anderthalb Wochen war der Rennverlauf wegen fehlerhafter Safety-Car-Phasen und falsch geschalteter Boxenampeln außer Kontrolle geraten. Obwohl es von keinem der beteiligten Hersteller einen Einspruch gegen das Endergebnis gab, wurden vom Dmsb die Punkte des Wertungslaufes halbiert. Das betraf vor allem Sieger Mika Häkkinen, der nur noch fünf statt zehn Punkten für die Meisterschaft bekam.

© SID

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