Motorsport DTM
Ekström gewinnt DTM-Auftakt, Schumacher chancenlos

Beim Sieg von Mattias Ekström zum Auftakt der DTM in Hockenheim belegte Debütant Ralf Schumacher wie erwartet einen Platz im hinteren Mittelfeld. Er landete auf Platz 14.

Den Sieg beim Auftakt der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) in Hockenheim hat sich der Schwede Mattias Ekström (Audi) gesichert, für Debütant Ralf Schumacher gab es wie erwartet nichts zu holen. Der ehemalige Formel-1-Pilot kam beim Saisonstart nicht über Platz 14 hinaus. "Es war wichtig, erstmal in den Trott zu kommen", sagte der neue Mercedes-Star. Der 32-Jährige, der im Jahreswagen auch künftig keine Chance im Kampf um Siege und Punkte haben dürfte, freut sich bereits auf das nächste Rennen am kommenden Sonntag in Oschersleben: "Jeder Kilometer tut mir gut."

Der Sieg ging wie im Vorjahr an Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden) im Audi A4 DTM. Die Ingolstädter feierten beim Debüt des neuen A4 den ersten Dreifachsieg seit dem Rennen in Zandvoort am 22. Juli 2007.

Hinter Ekström fuhren der Trainingsschnellste Timo Scheider (Braubach) sowie Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) auf die weiteren Podiumsplätze. Bester Mercedes-Pilot war auf Rang vier Vize-Meister Bruno Spengler (Kanada), der Martin Tomczyk (Rosenheim) im vierten neuen Audi nach hartem Kampf hinter sich hielt.

"Toller Einstand" für Audi

"Wir hatten schon im Qualifying gesehen, welches Potenzial wir haben. Ich freue mich, dass wir das im Rennen genauso umgesetzt haben. Das war ein toller Einstand", sagte der überglückliche Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "So ein gutes Auto bin ich beim ersten Rennen einer Saison noch nie gefahren. Wir haben verdient gewonnen", sagte Ekström. Für den 29-Jährigen war es im 71. DTM-Rennen der elfte Sieg. Damit schloss er in der ewigen Audi-Siegerliste zu Spitzenreiter Hans-Joachim Stuck auf.

Schumacher schlug sich an seinem ersten DTM-Wochenende ordentlich. Trotz des großen Interesses gab sich "Schumi II" in neuer Umgebung locker und entspannt. Er stand Rede und Antwort, schrieb zahllose Autogramme und war auch für Späße zu haben. Am Samstag putzte er für Radiosender SWR drei mit seinem Team das Auto eines Hörers und "veredelte" die Karosse zum Abschluss mit dem Schriftzug eines sechsmaligen Grand-Prix-Siegers.

Am Samstag fehlten Schumacher nur 88 Tausendstelsekunden zum Einzug in die zweite Runde des Qualifyings. Von Position 15 wollte er beim Start zumindest das Auto nicht abwürgen. "Mein Start war bescheiden. Ich habe ein paar Plätze verloren, die ich dann aber zurückgewonnen habe", sagte Schumacher: "Danach bin ich mein Rennen gefahren." Nachdem er zuvor immer wieder betont hatte, dass er bei Null anfange und die DTM absolutes Neuland für ihn sei, fuhr er solide und hielt sich aus Zweikämpfen weitgehend heraus. "Er hat sich innerhalb der Vorjahresautos wacker geschlagen. Er hatte Spaß und hat seine erste Prüfung bestanden", sagte Norbert Haug. Der Rückstand auf Audi machte dem Mercedes-Sportchef keine Sorgen. Bis zum verpatzten Boxenstopp von Paul di Resta (Großbritannien) habe man mitgehalten.

© SID

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