Motorsport DTM
Ex-Meister Paffett kann nicht von der DTM lassen

Nachdem Gary Paffett nach seinem DTM-Meistertitel 2005 in der vergangenen Saison eine Pause einlegte, kehrt er zur anstehenden Saison wieder zurück. Der Brite will trotz Vorjahresauto wieder für Furore sorgen.

Ein Jahr Pause war genug, nun will Ex-Meister Gary Paffett in der DTM (Deutsche Tourenwagen-Masters) wieder für Furore sorgen. Der 25 Jahre alte Brite, nach seinem Titelgewinn 2005 im vorigen Jahr ausschließlich Formel-1-Testfahrer bei Mclaren-Mercedes, wird in dieser Saison zusätzlich wieder für die Stuttgarter in der DTM fahren, allerdings in einem Vorjahresauto.

"Gary Paffett hat den Wunsch geäußert, 2007 wieder in der DTM an den Start zu gehen, und wir waren von dieser Idee natürlich begeistert", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Ich sehe es als eine weitere Aufwertung für unseren Kader und die DTM insgesamt an, den Meister von 2005 wieder an Bord zu haben."

Comeback seit Dezember 2006 ein Thema

Als sich das Comeback von "Gary Perfect" im Dezember 2006 andeutete, waren bei den Stuttgartern die vier neuen C-Klassen des Jahrgangs 2007 bereits vergeben. Die aktuellen Werks-Autos werden Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert), der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland), Bruno Spengler (Kanada) und Jamie Green (Großbritannien) fahren. Paffett, der in 30 DTM-Rennen acht Siege sowie den Erfolg im Einladungsrennen in Schanghai 2004 feierte, wird für das Persson-Team in einer 06er-C-Klasse starten.

Nicht nur aufgrund der neuen Gewichtsregeln, nach denen die zehn Kilogramm leichteren "Jahreswagen" näher an die aktuellen Autos heranrücken sollen, werden Paffett Überraschungen zugetraut - und das sogar von der Konkurrenz. "Es würde mich nicht wundern, wenn Gary bei uns vorn an der Spitze mitkämpft und Top-Resultate oder sogar Siege holt", sagte Audi-Pilot Mattias Ekström bei Autosport. Der Schwede hatte 2004 vor Paffett den Titel gewonnen und war 2005 hinter ihm Vize-Meister.

Paffett will bei der Rückkehr in die DTM beweisen, dass er im Tourenwagen nichts von seiner Klasse verloren hat. "Ich will so gut abschneiden wie nur möglich", meint Paffett, dessen Ziel es allerdings bleibt, "künftig selbst in der Formel 1 Rennen zu fahren". Er wird bei den Silberpfeilen "weiter die Gelegenheit haben, sich dafür zu empfehlen", verspricht Haug.

In der Formel 1 von Hamilton überholt

In der "Königsklasse" wurde Testpilot Paffett teamintern vom Supertalent Lewis Hamilton überholt. Der 22-jährige Brite feierte an der Seite von Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) am vorigen Sonntag in Melbourne mit Platz drei einen bemerkenswerten Einstand in der Formel 1. Auch deshalb geht Paffett den Schritt zurück in die DTM, wo er an alte Erfolge anknüpfen will: "Das ist für mich kein Job nebenher, sondern meine Herausforderung als Rennfahrer."

Paffetts erster Renn-Einsatz wird der Saisonauftakt am 22. April in Hockenheim sein. Eine Woche zuvor können die Fans ihn und die restlichen DTM-Stars bereits bei der Präsentation auf der Königsallee in Düsseldorf erleben.

© SID

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