Motorsport DTM
Formel-1-Testfahrer Winkelhock ersetzt Kristensen

Formel-1-Testfahrer Markus Winkelhock wird beim dritten Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen-Masters am Sonntag auf dem Eurospeedway Lausitz bei Audi für den weiterhin verletzten Dänen Tom Kristensen einspringen.

Markus Winkelhock wird beim dritten Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen-Masters am Sonntag (14.00 Uhr) auf dem Eurospeedway Lausitz bei Audi für den weiterhin verletzten Dänen Tom Kristensen am Steuer sitzen. "Ich bin extrem happy, diese Chance von Audi zu bekommen, obwohl ich weiß, wie schwer diese Aufgabe ist", meint der Schwabe.

Seitdem er nicht mehr in der DTM sei, habe er dennoch jedes Rennen verfolgt. Seine Erkenntnis: "Die Leistungsdichte dort ist brutal geworden, ganz besonders in diesem Jahr."

Unterdessen ist der Franzose Alexandre Premat, der wie Le-Mans-Rekordgewinner Kristensen beim Saisonstart in Hockenheim in einen schweren Unfall verwickelt war, wieder einsatzbereit. Zuletzt waren die beiden in Oschersleben durch die Routiniers Frank Biela (Neuss) und Marco Werner (Ermatingen) vertreten worden.

Testfahrer bei Spyker-Ferrari

Winkelhock startete 2004 mit einem Vorjahreswagen in der DTM, ehe er die Chance bekam, Formel 1-Testfahrer zu werden. Dort ist der 26-Jährige in diesem Jahr für Spyker-Ferrari im Einsatz. Auf dem Eurospeedway Lausitz pilotiert er den Audi A4 DTM und damit zum ersten Mal ein DTM-Fahrzeug der aktuellsten Generation. "Dass ich keine Möglichkeit hatte, vorher zu testen, macht es natürlich nicht leichter für mich", sagte der Sohn des ehemaligen deutschen Formel-1-Fahrers Manfred Winkelhock.

Er könne sich aber normalerweise schnell auf ein neues Auto, eine neue Strecke und ein neues Umfeld einstellen. Winkelhock: "Ich hoffe, dass ich das für Audi bestmöglich umsetzen kann und freue mich auf jeden Fall sehr darauf, in diese tolle Mannschaft zu kommen."

Premat nach Lendenwirbelriss zurück

Rückkehrer Premat, der in Hockenheim einen Lendenwirbelriss erlitten hatte, arbeitet nach eigener Aussage schon seit einiger Zeit an seiner Fitness, vom Muskeltraining bis zum Lauftraining: "Das Reha-Programm war sehr intensiv. Meine Motivation beträgt tausend Prozent." Er sei schon sehr erleichtert, nach einem so schweren Unfall wieder zurückzukehren. Premat: "Nach einem Monat DTM-Pause will ich am Eurospeedway ein gutes Ergebnis erzielen."

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich freut sich, dass Premat wieder zur Verfügung steht: "Natürlich haben wir uns alle gewünscht, dass auch Tom Kristensen wieder starten kann. Er braucht jedoch weiter Ruhe, um sich hundertprozentig von den Folgen seines Unfalls zu erholen." Laut Ullrich könnten die Ärzte derzeit keine Prognose abgeben, wann er wieder vollständig fit sein werde: "Er bekommt natürlich alle Zeit von uns."

Längerer Einsatz nicht ausgeschlossen

In Markus Winkelhock habe man einen talentierten jungen Mann an Bord geholt, der sein Können schon 2004 in seiner ersten DTM-Saison gezeigt habe und als Formel-1-Testfahrer einen sehr guten Job mache, meint Ullrich: "Sollte Tom länger ausfallen, stünde er für weitere Einsätze zur Verfügung."

© SID

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