Motorsport DTM
Frentzen fährt im Training allen davon

Die jüngste Kritik an seinen Fahrkünsten scheint DTM-Pilot Heinz-Harald Frentzen zu neuen Höchstleistungen anzutreiben. Im Training zum 6. Saisonlauf auf dem Nürburgring fuhr der frühere Formel-1-Fahrer Bestzeit.

Endlich kann sich Heinz-Harald Frentzen wieder über ein Erfolgserlebnis freuen. Mit einer Bestzeit im Training zum 6. Lauf der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) am Sonntag auf dem Nürburgring (14.00 Uhr/live in der ARD) ließ der ehemalige Formel-1-Pilot aufhorchen. Frentzen war in den beiden 90-minütigen Trainingssitzungen mit seinem Abt-Audi A4 in 1:24,899 Minuten um zwölf Tausendstelsekunden schneller als Mercedes-Pilot Alexandros Margaritis (Griechenland/1:24,911) in einer AMG-Mercedes C-Klasse. Dessen Markenkollegen Jamie Green (Großbritannien/1:25,060), Spitzenreiter Bernd Schneider (St. Ingbert/1:25,103) und Stefan Mücke (Berlin/1:25,109) belegten die Ränge drei bis fünf.

Hinter Le-Mans-Rekordgewinner Tom Kristensen (Dänemark/1:25,132) im Audi und Norisring-Sieger Bruno Spengler (Kanada/1:25,157) in einem weiteren Mercedes fuhr dessen Teamkollege, der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland), die achtbeste Zeit (1:25,160). 16 der insgesamt 20 Piloten lagen innerhalb von weniger als einer Sekunde. In der Gesamtwertung führt Schneider mit 38 Punkten vor Kristensen (30) und Spengler (24).

Unterdessen gab es erneut einen Fahrerwechsel im privat eingesetzten Audi-Kundenteam Futurecom TME von Colin Kolles. Wegen ausbleibender Sponsorzahlungen wurde der Niederländer Jeroen Bleekemolen nach nur zwei DTM-Rennen durch den früheren Formel-1-Piloten Nicolas Kiesa (Dänemark) ersetzt.

Kiesa feiert DTM-Debüt

Der 28-jährige Däne bestreitet am Nürburgring sein erstes Tourenwagenrennen und ist neuer Teamkollege der Audi-Werksfahrerin Vanina Ickx (Belgien). Zuvor war bereits der Belgier Olivier Tielemans nach drei Läufen wegen finanzieller Probleme durch Bleekemolen im Meisterauto von 2004 ersetzt worden.

Margaritis machte in seinem Vorjahres-Mercedes nicht nur durch seine Zeit Furore, sondern auch mit der Lackierung seines Autos. Die C-Klasse des Bonners ist für das Rennen an den Seiten mit der Silhouette des legendären Mercedes 300 SLR von 1955 versehen worden, mit dem Moss vor 51 Jahren vor Fangio die Targa Florio gewonnen hatte. Beim Rennen in Brands Hatch am 2. Juli war das Auto von Margaritis bereits während der Fußball-WM als überdimensionaler Fußball unterwegs.

© SID

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