Motorsport DTM
Häkkinen an der Spitze des Mercedes-Aufgebots

Mit Mika Häkkinen an der Spitze geht Mercedes in die neue Saison der Deutschen Tourenwagen Masters. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister führt das Aufgebot von neun Fahrern und einer Frau an.

Sogar Daimler-Chrysler-Boss Dieter Zetsche legt für die Deutsche Tourenwagen-Masters gerne eine Frühschicht ein. Der Vorstandschef des Stuttgarter Automobilkonzerns begrüßte am Donnerstagmorgen kurz vor 8.00 Uhr persönlich die DTM-Fahrer vor dem Mercedes-Benz-Museum und überreichte jedem eine neue C-Klasse als Dienstwagen.

Angeführt wird das Aufgebot im DTM-Jahr 2007 vom zweimaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland). Insgesamt schicken die Stuttgarter neun Männer und eine Frau in die neue Saison, die am 22. April in Hockenheim beginnt und zehn Rennen umfasst. "Die DTM ist für mich die beste Tourenwagenserie der Welt, und genau hier will ich gewinnen", sagte der 38-jährige Häkkinen.

Neue DTM-Saison ist etwas besonders

Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist die neue Saison in der DTM etwas Besonderes, denn sie steht im Zeichen der Markteinführung der neuen C-Klasse. Die Rennversion wurde parallel zum Serienmodell entwickelt und debütiere jetzt zeitgleich, berichtet der Sportchef. Sportlich werde 2007 für alle Teilnehmer die größte Herausforderung der DTM-Geschichte. Haug: "Nie zuvor waren die Rennautos kompetenter besetzt. Die Zuschauer dürfen sich deshalb auf noch mehr Spannung und noch besseren Sport freuen."

Häkkinen gilt in seiner dritten DTM-Saison als Favorit auf den Titelgewinn. Gute Chancen werden auch Bernd Schneider (St. Ingbert) eingeräumt, mit fünf Titeln der erfolgreichste DTM-Fahrer aller Zeiten. Neben den beiden Stars fahren der frühere Meister Gary Paffett, Jamie Green (beide Großbritannien), Bruno Spengler (Kanada), Mathias Lauda (Österreich), Alexandros Margaritis (Griechenland), Daniel la Rosa (Hanau), Neuling Paul di Resta und Renn-Lady Susie Stoddart (beide Schottland) 2007 für Mercedes.

Auch mit 42 Jahren fühlt sich Schneider noch nicht als Oldtimer und sagt Häkkinen den Kampf an. 210 DTM-Rennen hat der Saarländer bislang absolviert, anderthalb mal so viele wie alle seine neun Teamkollegen zusammen. Schneider feierte 41 Siege, holte 24 Pole Positions und fuhr 58 schnellste Rennrunden - damit ist er der Michael Schumacher der DTM. "Mein Ziel heißt, meinen Titel zu verteidigen", sagt "Mister DTM". Ob als Jäger oder Gejagter sei völlig egal, "denn der Druck ist immer gleich".

Auch Audi schickt ein starkes Team

Als einziger Hersteller neben Mercedes ist Audi mit ebenfalls zehn Fahrern am Start. Die Ingolstädter wollen dem Rivalen mit einem stark verjüngten Fahrerkader wieder den Rang ablaufen. In Lucas Luhr (Koblenz/27) und Mike Rockenfeller (Neuwied/23) sowie dem Franzosen Alexandre Premat (24) hat Audi gleich drei neue Werksfahrer geholt. Die Neuzugänge werden ebenso wie Christian Abt (Kempten) einen Audi A4 des Jahrgangs 2006 fahren.

Die vier neuen Audi A4 DTM der jüngsten Generation pilotieren Le-Mans-Rekordgewinner Tom Kristensen (Dänemark), Ex-DTM-Champion Mattias Ekström (Schweden), Martin Tomczyk (Rosenheim) und Timo Scheider (Altach). Zur DTM-Fahrermannschaft zählt weiter die in Wiesbaden lebende Belgierin Vanina Ickx. Ihr Teamkollege wird allerdings noch gesucht.

Am 15. April geht dann erneut in Düsseldorf die offizielle Saison-Präsentation beider Hersteller auf der berühmten Königsallee über die Bühne.

© SID

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