Motorsport DTM
Häkkinen bremst Audi aus

Mika Häkkinen hat das DTM-Rennen in Mugello/Italien gewonnen. Der Finne ging in seiner AMG-Mercedes C-Klasse von Startplatz 15 ins Rennen, verwies am Ende aber Audi-Pilot Mattias Ekström auf Platz zwei.

Mika Häkkinen hat die Gunst der Stunde genutzt und seinen zweiten Saisonsieg in der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) gefeiert. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister meldete sich durch eine kluge Boxenstopp-Strategie im Titelrennen zurück und setzte damit beim sechsten Saisonlauf in Mugello/Italien auch die Mercedes-Erfolgsserie fort. Der Finne hatte nach einem völlig verkorksten Qualifying nur auf Startplatz 15 gestanden - dann feierte er einen Triumph, wie man es zuvor nur von Michael Schumacher aus der Formel 1 gekannt hatte.

"Wenn ich nur an die Startaufstellung denke - und dann dieses Ergebnis. Das ist einfach unglaublich, ein traumhafter Tag", sagte Häkkinen, der am ganzen Wochenende in der Toskana auch noch von Zahnschmerzen geplagt wurde. Mit einem breiten Grinsen fügte er hinzu: "Schon komisch, kein anderes Auto hier mehr vor mir zu sehen."

Ekström übernimmt die Gesamtführung

Häkkinen, der als einziger Fahrer unmittelbar vor der ersten Safety-Car-Phase schon seinen zweiten Boxenstopp absolviert hatte, behielt bei dem Hitzerennen kühlen Kopf und rettete seinen dritten DTM-Sieg mit aller Routine ins Ziel. Der 38 Jahre alte Finne setzte sich bei Temperaturen von 37 Grad Celsius mit einem Vorsprung von 0,3 Sekunden gegen Audi-Pilot Mattias Ekström durch. Der Schwede übernahm aber die Gesamtführung von Meister Bernd Schneider (St. Ingbert), der in seiner AMG-Mercedes C-Klasse nicht über Rang elf hinauskam.

Ekström, der am Samstag seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte, war zum Schluss nur noch Audi-Einzelkämpfer. Die Ingolstädter, die mit ihren Autos auf den ersten fünf Startplätzen gestanden hatten, verloren einen Hoffnungsträger nach dem anderen. Hinzu kamen noch zahlreiche Pannen bei den Boxenstopps, davon war vor allem der Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) betroffen, der letztlich nur Platz acht belegte.

Mercedes trumpft im Rennen groß auf

Riesenjubel gab es dagegen im Mercedes-Lager. Die Stuttgarter wandelten eine eigentlich völlig aussichtslose Ausganslage noch in eine abermalige Sternstunde um. Paul di Resta (Schottland), Bruno Spengler (Kanada) und Daniel la Rosa (Hanau) belegten vor 14 000 Zuschauern die Plätze drei, vier und fünf.

"Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Mika hatte in dieser Saison schon sehr viel Pech, jetzt war er einfach mal an der Reihe und hatte das bessere Ende für sich", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Kleiner Trost für Audi: In der DTM-Wertung führt Ekström, der Meister der Saison 2004, nun mit 32 Punkten und damit 6,5 Zählern Vorsprung vor Schneider (25,5). Das nächste Rennen findet in zwei Wochen in Zandvoort/Niederlande (29. Juli) statt. Dritter ist Spengler (22) vor di Resta (22) und Häkkinen (20).

Audi-Sportchef: "Das war ein sehr enttäuschendes Rennen"

"Das war sicher ein sehr enttäuschendes Rennen für uns. Wir hatten den besten Speed, da hätten wir viel mehr draus machen müssen", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Mercedes setzte damit die imposante Siegesserie in der DTM in diesem Jahr fort. Nach dem Auftakt-Erfolg von Ekström in Hockenheim folgten nur noch Mercedes-Triumphe: durch den Briten Gary Paffett in Oschersleben, Häkkinen auf dem Eurospeedway Lausitz, Schneider in Brands Hatch, Spengler am Norisring/Nürnberg und jetzt wieder Häkkinen.

© SID

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