Motorsport DTM
Häkkinen: "DTM ist eine tolle Herausforderung"

Mika Häkkinen bleibt der DTM treu und wird auch 2006 für Mercedes fahren. "Die DTM ist eine tolle Herausforderung in meiner sportlichen Laufbahn, " sagte der zweimalige Formel-1-Weltmeister im Gespräch mit dem sid.

Mika Häkkinen hat seinen Vertrag für die Deutsche Tourenwagen Masters verlängert und wird auch in der kommenden Saison für Mercedes seine Runden drehen. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) äußerte sich der zweimalige Formel-1-Weltmeister zu seinen Motiven, der DTM und seinen Zielen für das kommende Jahr.

sid: "Sie haben Ihren Vertrag bei Mercedes für 2006 verlängert. Was ist für Sie der Hauptgrund, eine weitere Saison in der DTM zu fahren?"

Mika Häkkinen: "Der Hauptgrund ist, dass es eine großartige Serie ist. Es ist ein sehr herausfordernder Sport, ich habe das vermisst, nachdem ich in der Formel 1 aufgehört hatte, und genieße alles jetzt umso mehr. Die DTM ist eine tolle Herausforderung in meiner sportlichen Laufbahn. Es ist eine sehr enge, ausgeglichene Serie. Das mag ich."

sid: "Hatten Sie erwartet, dass der Wettbewerb innerhalb der Serie so eng ist?"

Häkkinen: "Ich wusste, dass es ganz enge Rennen geben würde. Mich hat überrascht, dass man die maximale Konstanz in seinen Leistungen finden muss. Nur so kann man gute Resultate erzielen."

sid: "Ihr Ziel vor Ihrer ersten Saison war, ein Rennen zu gewinnen. Das haben Sie beim dritte Lauf in Spa geschafft. Wenn Sie die ganze Saison betrachten, sind Sie mit Ihren Ergebnissen zufrieden?"

Häkkinen: "Ich bin zufrieden. Ich denke, es lief gut, dafür, dass es die erste Saison war. Ich musste viele neue Dinge lernen. Wenn man aus der Formel 1 kommt und zweimal Weltmeister war, dann hat man zweite, dritte oder vierte Plätze nicht auf seiner Liste, und auch das Publikum erwartet mehr. Deshalb war es auch schwierig für mich, nicht mehr als ein Rennen zu gewinnen. Aber weil es eine komplett neue Rennserie für mich war, habe ich entschieden, zuerst zu lernen und den Rest locker zu nehmen."

sid: "Aber jetzt müssen Sie sich ein realistisches Ziel für das zweite Jahr setzen. Was kann Mika Häkkinen in der DTM 2006 erreichen?"

Häkkinen: "Ich bin kein Anfänger mehr und kenne das Geschäft. Ich weiß jetzt, wie es in der DTM läuft. Ich bin besser vorbereitet als zu Beginn meiner ersten Saison. Um mich nicht selbst unter Druck zu setzen, sollte ich jetzt nicht sagen, wie viele Rennen ich gewinnen will. Natürlich möchte ich 2006 konkurrenzfähig sein, und natürlich erwarte ich mehr als einen Sieg. Das Hauptziel habe ich in meinem Kopf, aber ich möchte es im Moment für mich behalten."

sid: "Sie haben auch genügend Zeit für Ihre Familie, die bei einigen Rennen sogar dabei war. Wie gefällt ihnen die DTM?" Häkkinen: "Meiner Frau Erja gefällt es sehr gut, meinem Sohn Hugo auch. Unser kleines Töchterchen ist erst ein paar Monate alt, aber sie wird später bestimmt stolz darauf sein, schon so früh in ihrem Leben bei Rennen dabei gewesen zu sein. Die Atmosphäre im Fahrerlager ist sehr schön."

sid: "Wer hat denn in dieser Saison mehr Autogramme geschrieben: Sie oder Ihr inzwischen sechsjähriger Sohn Hugo?"

Häkkinen (lacht): "Ich denke, das war schon noch ich. Hugo musste in diesem Jahr auch schon manchmal einige Autogramme schreiben, er hat mir das einfach nachgemacht, weil er dachte, was Papi macht, das mach ich auch. Ich glaube, er wusste noch nicht, warum, aber er hatte Spaß."

sid: "In der kommenden Saison gibt es nur zwei Hersteller: Audi und Mercedes. Wie sehen Sie die Zukunft der DTM? Werden Sie Opel und besonders Heinz-Harald Frentzen vermissen?"

Häkkinen: "Es ist sehr schade, dass Opel und Heinz-Harald nicht mehr dabei sind. Die DTM ist ein fantastischer Sport und eine große Show für die Fans. Die Deutschen verfolgen die DTM, und sie mögen die menschliche Seite. Das ist gut für die Hersteller, und Audi und Mercedes sind Weltklasse-Hersteller."

sid: "Wie werden Sie den Winter verbringen? Haben Sie Zeit für Urlaub oder müssen Sie schon für die neue Saison Ihre Fitness trainieren?"

Häkkinen: "Natürlich hat das Fitnesstraining im Winter zugenommen. Im Moment muss ich noch nicht so viel tun, aber im Dezember beginnt schon wieder die Arbeit. Zuvor werde ich im Rennauto Komponenten für 2006 testen. Weihnachten und Neujahr werde ich mit der gesamten Familie verbringen, sobald jedoch die Festivitäten vorbei sind, werde ich beginnen, für den Wettkampf 2006 hart zu trainieren."

© SID

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