Motorsport DTM
Haug: "Heimat der DTM ist Deutschland"

Mercedes-Sportchef Norbert Haug äußerte sich im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst SID zu den Entwicklungen in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).

Das Kerngeschäft der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) bleibt Deutschland, das versichert Mercedes-Sportchef Norbert Haug im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst SID. Einen neuen Hersteller in der DTM sieht er im kommenden Jahr noch nicht.

SID: "Die DTM bemüht sich seit Jahren um weitere Hersteller. Wird es damit schon 2010 klappen?"

Norbert Haug: "Im nächsten Jahr wird kein weiterer Hersteller in die DTM kommen."

SID: "BMW steigt aus der Formel 1 aus. Wie realistisch ist ein Einstieg der Münchner in die DTM?"

Haug: "Das kann ich nicht beurteilen."

SID: "BMW fährt seit Jahren in der Tourenwagen-WM. Wären beide Serien überhaupt unter einen Hut zu bringen oder müsste sich BMW zwischen DTM und WM entscheiden?"

Haug: "Eine Frage, die man bitte den Kollegen in München stellen müsste. Unser Haus hat sich für die DTM entschieden und ist voller Überzeugung am Start."

SID: "Gibt es überhaupt ernsthafte Interessenten an der DTM. Wenn ja, wer kommt infrage?"

Haug: "Wir haben hier keinen Überblick und sehen uns auch nicht in der Rolle, Marken und Hersteller für ein DTM-Engagement zu begeistern. Aber wer sich an uns wendet, bekommt ehrliche und zutreffende Auskünfte."

SID: "Das Reglement der DTM wird 2010 nicht verändert. Warum?"

Haug: "Weil noch mehr als bisher gespart wird. Wir haben uns nach stark reduziertem Budget in der laufenden Saison erneut einen Schritt von mindestens minus 30 Prozent für 2010 vorgenommen."

SID: "Ralf Schumacher hat in diesem Jahr einen Sprung nach vorne gemacht, ein Siegfahrer ist er aber noch lange nicht. Wie zufrieden sind Sie mit seinen Leistungen?"

Haug: "Ralf hat in der DTM ein Betätigungsfeld gefunden, das ihn begeistert - und die Zuschauer sind von seiner Präsenz begeistert, und das ist wichtig. Er steigert sich sportlich. Ich bin sicher, dass es für Formel-1-Fahrer nicht leicht ist, sich in ein DTM-Auto zu setzen und konkurrenzfähige Zeiten zu fahren."

SID: "Würden Sie Ralf Schumacher gerne noch ein Jahr in der DTM sehen?"

Haug: "Klar, und nicht nur ich."

SID: "Bleibt die DTM in erster Linie eine deutsche Serie oder schauen Sie künftig verstärkt nach internationalen Märkten, zum Beispiel nach Asien?"

Haug: "Die Heimat der DTM ist Deutschland, und so wird es wohl auch bleiben. Auslandsrennen gehören zum Konzept, und hier ist jede Weiterentwicklung vorstellbar, sofern die Veranstaltungen nicht mehr Geld als die deutschen kosten, und das war auch beim letzten Rennen in Shanghai der Fall, wo der Veranstalter entsprechend bezahlte."

© SID

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