Motorsport DTM
Hill feiert einmaliges Comeback

Damon Hill hat sein Comeback im Motorsport gefeiert. Der 45-Jährige testete in Brands Hatch auf Einladung von Mercedes-Benz eine 480ps starke AMG-C-Klasse. Der Auftritt in der DTM bleibe jedoch einmalig, bekundete Hill.

Sechs Jahre nach seinem Formel-1-Rücktritt hat Damon Hill ein einmaliges Comeback im Motorsport gefeiert: Der 45-Jährige testete in Brands Hatch auf Einladung von Mercedes-Benz eine 480ps starke AMG-C-Klasse aus der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).

Hill hatte sichtlich Spaß an den Demo-Runden auf dem nur 1,973km langen Kurs südöstlich von London, auf dem am 2. Juli das vierte Saisonrennen der DTM ausgetragen wird. "Es war gut, dass ich die Strecke in Brands Hatch kannte, denn ein DTM-Auto zu fahren, ist eine Herausforderung", sagte der frühere Formel-1-Weltmeister.

Ein DTM-Auto habe Speed und viel Abtrieb, so dass man extrem schnell durch die Kurven fahren kann, meinte Hill. Nur eine Sache störte ihn. "Im Cockpit wird es verdammt heiß", sagte der Brite scherzhaft: "Ich möchte Mercedes-Benz danken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, ein aktuelles DTM-Auto zu testen."

Bereits bei den dreitägigen DTM-Testfahrten Ende März weilte Hill als interessierter Beobachter im Fahrerlager von Brands Hatch. Dort traf er unter anderen einige seiner ehemaligen Gegner aus der Formel 1 wie Mika Häkkinen (Finnland), Jean Alesi (Frankreich) und Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach).

Hill: "Diese Faszination vergeht nie"

Bei dieser Gelegenheit bekundete Hill sein Interesse, ein aktuelles DTM-Auto zu fahren. Mercedes-Benz ermöglichte ihm nun diese Chance. "Es ist toll, nach langer Zeit wieder einmal in einem Rennauto zu sitzen. Diese Faszination vergeht nie", sagt Hill, der in seiner Formel-1-Karriere 22 Grand Prix gewann und 1996 in einem Williams-Renault den WM-Titel holte.

Auch Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark), der das DTM-Klassement nach den ersten drei Saisonläufen anführt, war von Hills Auftritt begeistert. "Es war echt cool, wie Damon mit seinem grauen Bart und dem offenen Helm ins Cockpit gestiegen ist", sagte der Audi-Pilot. Hill habe es zwar langsam angehen lassen und nichts riskiert, aber an seinem breiten Grinsen im Gesicht habe man schon nach ein paar Runden sehen können, wie viel Spaß es ihm gemacht habe, berichtete Kristensen: "Jetzt weiß er, warum die DTM so beliebt ist."

Die Rückkehr ins Renngeschehen ist für Hill jedoch kein Thema. Er habe jetzt "andere Aufgaben im Motorsport". Vor einigen Monaten wurde er zum Präsidenten des altehrwürdigen "British Racing Drivers Club" (Brdc) gewählt.

Beim DTM-Rennen in Brands Hatch am 2. Juli (Start 13 Uhr/live in der ARD) wird der Brite ein weiteres Mal in ein DTM-Auto steigen. Im Rahmenprogramm wird er in einem Renn-Taxi um die Strecke fahren. "Ich freue mich auf die DTM in Brands Hatch", meinte Hill: "Kein Motorsportfan darf das verpassen."

Die Tourenwagen-Vereinigung (ITR) hilft Hill bei dessen Einsatz für wohltätige Zwecke. Der 45-Jährige ist Schirmherr der britischen Down´s Syndrome Association. Hill und seine Frau Georgie haben ein Kind mit Down´s Syndrom. Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte die PR-Aktion: "Das war eine sehr gute Sache und prima Geste von Damon für die DTM."

© SID

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