Motorsport DTM
Kristensen geht weiter auf Mercedes-Jagd

Audi-Pilot Tom Kristensen will seine Jagd auf Mercedes-Star Bernd Schneider auch beim dritten Rennen der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) in Oschersleben fortsetzen. "Ich mag Oschersleben", erklärte der Däne.

Auch wenn er eigentlich niemandem mehr etwas beweisen muss, an ein Karriere-Ende denkt Tom Kristensen offenbar noch lange nicht: Der Däne hat im Automobilsport etwas geschafft, was ihm sogar einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekord einbrachte. Der Audi-Pilot hat siebenmal das berühmteste Langstreckenrennen der Welt in Le Mans gewonnen. Und in diesem Jahr (17./18. Juni) plant der 38-Jährige den achten Streich in Frankreich - erstmals mit einem Diesel-Sportwagen (Audi R10 TDI), mit dem er bereits vor zwei Monaten in Sebring/Florida einen historischen Triumph feierte.

Und zur Überraschung aller ist Kristensen in diesem Jahr beim Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) auch Mercedes-Jäger Nummer eins. Der Däne belegt vor dem dritten Saisonrenen am heutigen Sonntag (14.00 Uhr live in der ARD) im Motorpark Oschersleben den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Kristensen liegt nur vier Punkte hinter Bernd Schneider (St. Ingbert) zurück, der im AMG-Mercedes C-Klasse die ersten beiden DTM-Läufe in Hockenheim und auf dem Eurospeedway Lausitz gewann.

"TK" mit guten Erinnerungen an Oschersleben

An Oschersleben denkt "TK" gerne zurück, dort gelang dem Dänen am 8. August 2004 der erste und bislang auch einzige DTM-Sieg. Kein Wunder, dass sich Kristensen auf dieses Rennen besonders freut. "Ich mag Oschersleben, weil die Strecke relativ nahe an Dänemark liegt. Das ist für mich fast schon ein Heimspiel", meint der Audi-Pilot scherzhaft. Mit zwei zweiten Plätzen in den ersten beiden Rennen stahl Kristensen auch seinem neuen Markenkollegen Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach), der in der Gesamtwertung Rang fünf belegt, klar die Show.

Die Zeichen für Kristensens zweiten DTM-Erfolg stehen nicht schlecht. DTM-Spitzenreiter Schneider muss wie seine Markenkollegen Mika Häkkinen (Finnland), Jamie Green (Großbritannien) und Bruno Spengler (Kanada) wegen der bisherigen Erfolge 20 Kg mehr in den neuen AMG-Mercedes C-Klasse an Bord nehmen als die Konkurrenz aus Ingolstadt. "Mein Ziel ist, die Tabellenspitze zu behalten", meint der viermalige DTM-Champion Schneider. Drei Saisonsiege in Folge gelangen zuletzt 1993 dem Italiener Nicola Larini in einem Alfa Romeo.

"Habe einen Audi-Sieg versprochen"

Kristensen will Schneiders Siegesserie stoppen und ist vor dem Gastspiel in Oschersleben selbstbewusst. "Bernd hat zweimal seinen Auftritt gehabt. Höchste Zeit, dass wir den größten Pokal mit nach Hause nehmen", sagt der Däne und tönt: "Es tut mir Leid für Bernd, aber Oschersleben ist mein Heimrennen, zu dem viele Freunde aus Dänemark kommen. Denen habe ich einen Audi-Sieg versprochen."

Schneider, der in dieser Saison seinen dritten Frühling erlebt und bisher auch seinen populären Teamkollegen Häkkinnen etwas in den Schatten stellt, hat großen Respekt vor Kristensen. "Ich erwarte in Tom einen sehr starken Gegner. Wenn man gesehen hat, dass er zweimal Zweiter wurde und immer ganz knapp hinter mir war, dann sieht man, dass alles ziemlich offen ist."

Ullrich hofft auf ersten Saisonerfolg

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich hofft auf den ersten Saisonsieg und gibt zu, dass die Erwartungen in Ingolstadt entsprechend hoch sind: "Wir wollen in Oschersleben gewinnen." Die Strecke habe dem Auto und den Fahrern in der Vergangenheit immer gelegen, meint der Sportchef: "Deshalb hoffe ich jetzt, dass dort bei uns der Knoten endlich platzt."

Im Qualifying lief es für Audi bereits gut. Tom Kristensen startet von der Pole und verwies Jamie Green auf Rang zwei.

© SID

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