Motorsport DTM
Kristensen macht DTM wieder spannend

Tom Kristensen hat in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg gefeiert und den Titelkampf in der DTM wieder etwas spannender gemacht. Der Däne hat nun nur noch zehn Punkte Rückstand auf den Gesamtführenden Bernd Schneider.

Das Titelrennen im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) verspricht wieder etwas spannender zu werden. Audi-Pilot Tom Kristensen hat in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg gefeiert und sich in der Gesamtwertung ein kleines Stück näher an Spitzenreiter Bernd Schneider im Mercedes herangeschoben. Der Däne Kristensen siegte beim siebten von zehn DTM-Läufen am Sonntag vor dem Saarländer Schneider, der aber durch seinen dritten zweiten Platz in Serie einen Vorsprung von zehn Punkten behauptete (54:44). Schneider holte Rang zwei erst in der drittletzten Runde, als er sich an Audi-Pilot Martin Tomczyk aus Rosenheim vorbeischob.

"Das hat viel Spaß gemacht und war mehr, als ich erwartet hatte", meinte Schneider: "Mein Auto war gigantisch gut, ich konnte bis zum Schluss attackieren." Kristensen freute sich zwar über den Sieg, doch die ersehnte Schützenhilfe seiner Teamkollegen blieb aus. "Natürlich hatte ich gehofft, neben Martin Tomczyk noch einen Audi-Kollegen auf dem Podium zu sehen - und nicht Bernd Schneider", sagte der Däne nach seinem persönlichen "Super-Tag".

Doch neben Tomczyk konnten auch Heinz-Harald Frentzen und Mattias Ekström, die zwischenzeitlich vor Schneider lagen, ihre Plätze nicht halten. "Wir müssen weiter daran arbeiten, unsere gut Qualifying-Bilanz auch im Rennen umzusetzen", meinte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der sich dennoch über einen "schönen Sieg" freute: "Tom Kristensen ist ein tolles Rennen gefahren." Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte Schneiders Leistung: "Das war ein grandioses Rennen von Bernd."

Dämpfer für Jung-Profi Spengler

Dagegen erhielt Mercedes-Jungstar Bruno Spengler, der zuletzt zwei Rennen in Folge gewonnen hatte, einen kleinen Dämpfer. Der 23 Jahre alte Kanadier belegte Rang vier und verlor mit 39 Punkten den zweiten Rang in der Gesamtwertung wieder an Kristensen. Der frühere Formel-1-Pilot Frentzen (Mönchengladbach) holte letztlich Rang fünf. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland landete im Mercedes nur auf Position 11, nachdem er wegen einer Kollision mit Christian Abt (Audi/Kempten) eine Durchfahrtsstrafe erhalten hatte. Für Zandvoort bedeuteten 78 500 Zuschauer am gesamten Wochenende eine neue Bestmarke in der DTM.

Beim Start war Le-Mans-Rekordsieger Kristensen vom zweiten Rang gleich an die Spitze gefahren. Mercedes-Pilot Jamie Green, der schon zum vierten Mal in diesem Jahr auf der Pole Position stand, war schlecht weggekommen und musste bis zur ersten Kurve neben Kristensen auch Tomczyk und Ekström, später auch noch Frentzen vorbeiziehen lassen.

Kristensen fuhr an der Spitze ein souveränes Rennen. Eine kleine Schrecksekunde gab es nur, als beim ersten Boxenstopp ein Mechaniker die Tankkanne nicht rechtzeitig vom Audi abzog. Der "Ballast" flog aber schon in der ersten Kurve wieder weg. Ein kleines Problem hatte auch Frentzen, dem beim Anfahren nach dem ersten Stopp der Motor abstarb. Zwar wurde er schnell angeschoben, der kleine Zeitverlust reichte aber aus, dass "HHF" seinen Platz an Schneider verlor. Bei Frentzens zweitem Stopp rutschte später auch Spengler durch.

© SID

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