Motorsport DTM
Paffett in Oschersleben nicht zu stoppen

Gary Paffett hat das zweite Saisonrennen der DTM im Motopark Oschersleben vor seinem Mercedes-Kollegen Paul di Resta und Mike Rockenfeller im Audi gewonnen. In der Gesamtwertung steht punktgleich ein Trio an der Spitze.

Mercedes ist beim zweiten Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen Masters haarscharf an einem Dreifach-Triumph vorbeigeschrammt. Im Motopark Oschersleben gewann der Engländer Gary Paffett vor dem Schotten Paul di Resta und Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der erst in der vorletzten von 44 Runden an Mercedes-Pilot Mika Häkkinen vorbeizog. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister landete mit einem Reifenschaden auf Rang 17.

"Das ist ein sensationelles Ergebnis, eine Überraschung pur", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Ich hatte insgeheim damit gerechnet, dass so etwa möglich ist." Er sah das Rennen aber auch mit einem weinenden Auge: "Das ist schade für Mika, er hat einen sicheren Podestplatz durch eine harte Attacke verloren." Auch Häkkinen ärgerte sich über die Schlussphase des Rennens: "Natürlich bin ich sehr enttäuscht, dass ich einen möglichen Podestplatz so kurz vor Schluss noch verloren habe". Dagegen lobte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich das Manöver seines Fahrers: "Dass Mike den Angriff gegen Mika gewagt hat, zeigt ja, welche großen Qualitäten er besitzt. Ich bin stolz auf seine Leistungen."

Sieg im Vorjahresauto

Rückkehrer Paffett gelang in Oschersleben als erstem Fahrer mit einem Vorjahresauto ein DTM-Sieg. Der Champion von 2005 setzte sich in einer Mercedes C-Klasse von 2006 mit knapp vier Sekunden Vorsprung vor di Resta durch, der sogar in einem zwei Jahre alten Mercedes sitzt. "Mit diesem Erfolg habe ich nicht gerechnet. Der Dank gilt vor allem meinem Team, das mich durch eine hervorragende Strategie nach vorne gebracht haben. Zudem war mein Auto perfekt", sagte Paffett.

In der Gesamtwertung hat di Resta mit ebenfalls zwölf Zählern zu Hockenheim-Sieger Mattias Ekström (Schweden) und Martin Tomczyk (Rosenheim/beide Audi) aufgeschlossen. Ekström holte trotz einer Durchfahrtstrafe wegen eines Frühstarts als Siebter noch zwei Punkte und behauptete damit die Spitzenposition, Tomczyk wurde Fünfter. Paffett folgt nach seinem insgesamt neunten DTM-Sieg und dem zweiten in Oschersleben nach 2005 mit elf Zählern. Dagegen ging Häkkinen nach seiner Pole Position als 17. leer aus.

Lehrgeld zahlten die Le-Mans-Sieger Frank Biela (Neuss) und Marco Werner (Ermatingen), die bei Audi die verletzten Stammfahrer Tom Kristensen (Dänemark) und Alexandre Premat (Frankreich) in Oschersleben ersetzten. Biela wurde mit zwei Runden Rückstand letztlich 18., Werner war nur drei Plätze besser.

© SID

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