Motorsport DTM
Scheider feiert ersten Saisonsieg in Italien

Timo Scheider im Audi hat beim vorletzten DTM-Lauf der Saison in Adria seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Bruno Spengler (Mercedes) übernahm indes wieder die Führung in der WM.

Bruno Spengler hält im Mercedes-Dreikampf um den Titel in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) alle Trümpfe in der Hand. Der Kanadier belegte beim turbulenten 10. Saisonrennen in Adria den dritten Platz und übernahm dadurch vor dem großen am 28. November in Shanghai wieder die Führung in der Gesamtwertung. Seinen ersten Sieg in diesem Jahr feierte Audi-Pilot Timo Scheider (Braubach), der nach zwei Titelgewinnen in Serie in jedem Fall als Meister entthront wird - und das vom 15. Startplatz aus.

Zweiter wurde Mercedes-Pilot Gary Paffett (Großbritannien), der damit im Titelrennen bleibt. Der bisheriger Spitzenreiter Paul die Resta (Großbritannien) belegte nach zuletzt drei Siegen in Folge im Nieselregen von Adria nur den neunten Rang und ging damit leer aus. In der DTM-Wertung führt Spengler nun mit 66 Punkten und damit drei Zählern Vorsprung vor di Resta.

Paffett ist mit 57 Punkten Gesamtdritter, doch der Brite braucht schon ein Wunder, wenn er seine Titelträume noch realisieren will. Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Unfall des Franzosen Alexandre Premat in der zweiten Runde. Der Audi-Pilot, der sich mit seinem Fahrzeug mehrfach überschlug, blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Das Rennen wurde daraufhin sofort unterbrochen und wegen der Aufräumarbeiten 30 Minuten später neu gestartet.

Derweil wurde bekannt, dass Opel in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft zurückkehrt. Die Rüsselsheimer, die nach fünf erfolglosen Jahren am Ende der Saison 2005 aus der DTM ausgestiegen waren, streben nach SID-Informationen wie BMW ein Comeback in Europas populärster Tourenwagenserie zu Saisonbeginn 2012 an.

Opel will dabei aber nicht mit dem britischen Formel-1-Rennstall Williams kooperieren, sondern mit dem Team von Ray Mallock in Wellingborough/Großbritannien. Dieses ist auch für die Werkseinsätze von GM-Tochter Chevrolet in der Tourenwagen-WM verantwortlich. Die Briten haben kürzlich erst einen neuen Dreijahresvertrag für die WM unterschrieben.

Vor allem Opel-Marketing-Chef Alain Visser hat die Pläne für ein neues Werksengagement der Rüsselsheimer unterstützt, dabei aber einen Einstieg in die Formel 1 und Le Mans ausgeschlossen. Das Auto müsse weitgehend dem zu kaufenden Produkt entsprechen, sagte Visser, der dabei die DTM im Blick hatte.

Auch der im Januar zum Opel-Boss ernannte GM-Europa-Chef Nick Reilly ist ein starker Motorsport-Befürworter. Der 61-jährige Brite war es auch, der das Chevrolet-Projekt für die Tourenwagen-WM genehmigte und der Anfang Oktober auf dem Pariser Automobilsalon ankündigt hatte, dass die Entscheidung über ein DTM-Engagement von Opel in den kommenden Wochen fallen werde.

© SID

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