Motorsport DTM
Schneider siegt auch in der Lausitz

Mercedes-Pilot Bernd Schneider dominiert die DTM weiter nach Belieben. Der Saarländer gewann auch das zweite Saisonrennen auf dem Eurospeedway Lausitz. Zweiter wurde der Audi-Pilot Tom Kristensen (Dänemark).

Mercedes-Fahrer Bernd Schneider hat sich auch im zweiten Lauf der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) keine Blöße gegeben und seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. Hinter Schneider belegte Audi-Pilot Tom Kristensen aus Dänemark Rang zwei vor dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland. Vierter wurde Häkkinens Teamkollege Jamie Green (Großbritannien), der erneut auf der Pole Position gestanden hatte. In der Gesamtwertung führt Schneider mit der Idealpunktzahl 20 vor Kristensen mit 16 sowie Häkkinen mit elf Zählern.

Schneider konnte mit seinem erneuten Sieg zudem den "ewigen" Rekord von Klaus Ludwig egalisieren. Für den Saarländer aus St. Ingbert war der Erfolg auf dem Eurospeedway Lausitz der insgesamt 31. Sieg in der DTM. Das dritte von insgesamt zehn DTM-Rennen findet in drei Wochen (21. Mai) in Oschersleben statt, dort hat Schneider letztmals im Jahr 2000 gewonnen.

Frentzen ist "bitter enttäuscht"

"Ich hatte ein gutes Auto und ein gutes Gefühl, alles ist heute perfekt gelaufen", sagte Schneider, der diesen Sieg noch vom Cockpit aus via ARD seinem Sohn Luca widmete, der am Freitag sieben Jahre alt geworden war: "Hallo Luca, dieser Sieg ist für Dich zum Geburtstag, alles Gute." Der gebürtige Saarländer war über den erneuten Erfolg überrascht: "Damit hatte ich nicht gerechnet, ich musste dafür bis zum Schluss hart kämpfen."

Ein Extra-Lob für Schneider, der bereits im 12. Jahr in der DTM für Mercedes fährt, gab es von Sportchef Norbert Haug: "Das war zwar sehr knapp, doch Bernd war absolut souverän." Mitgefühl hatte der Schwabe mit Häkkinen: "Sorry für Mika, der verpatzte Boxenstopp hat den Sieg gekostet."

Einen schlechten Tag erlebte der neue Audi-Star Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach), der nicht über Platz 13 hinauskam. "Es lief bei mir das ganze Wochenende nicht rund. Ich bin schon bitter enttäuscht", sagte der einstige Formel-1-Pilot und erläuterte: "Die Abstimmung hat nicht gepasst, das müssen wir schnellstens in den Griff bekommen."

Die zweite Runde im Frauen-Duell entschied erneut die Britin Susie Stoddart für sich: Die Mercedes-Pilotin belegte allerdings nur den 15. Platz, Audi-Rivalin Vanina Ickx (Belgien) wurde mit einer Runde Rückstand gar nur 16.

Schneider will den Titel

Enttäuscht war Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich: "Das ist schon sehr frustrierend, weil es in der vorletzten Runde noch nach zwei Podestplätzen ausgesehen hat." Doch Ex-Meister Mattias Ekström (Schweden) rollte an zweiter Stelle fahrend ohne Sprit aus. "Wir hatten Probleme beim Tankstopp, als zu wenig Benzin eingefüllt wurde", sagte Ullrich: "Schade, denn Ekström wäre sicher Zweiter geworden."

Schneider, der derzeit seinen "dritten Frühling" erlebt, will auch künftig als lachender Dritter den eigentlichen Titel-Favoriten Häkkinen und Frentzen einen Strich durch die Rechnung machen. "Für mich ist der Titel das Ziel, ich will immer gewinnen", sagte der gebürtige Saarländer, der auch im stolzen Rennfahrer-Alter von 41 Jahren noch lange nicht ans Aufhören denkt: "Ich fahre solange es Spaß macht, und im Moment haben ich sehr viel Spaß."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%