Motorsport DTM
Schumacher drückt vor DTM-Auftakt auf die Bremse

Zum Auftakt der neuen DTM-Saison in Hockenheim bremst "Neuzugang" Ralf Schumacher die Euphorie. "Ich glaube nicht, dass ich gleich Bäume ausreißen werde", so "Schumi II".

Die DTM startet am Sonntag (14 Uhr/live in der ARD) in Hockenheim in die neue Saison. Im Blickpunkt steht dabei vor allem Ralf Schumacher. "Die Erwartungen an mich sind sehr hoch", sagte der 32 Jahre alte Kerpener, der sich nach elf Jahren in der Formel 1 mit 180 Rennen und sechs Siegen jetzt in der populärsten Tourenwagen-Serie Europas" einer neuen Herausforderung" stellt. "Ich freue mich auf mein erstes DTM-Rennen und werde sicher viel Spaß haben", sagte der prominente Neuzugang am Mittwoch in Hockenheim.

"Bin überzeugt, dass er gut Auto fahren kann"

Auch Mattias Ekström freut sich auf den neuen Kollegen, den er für einen "lustigen Kerl" hält. "Ich finde es gut, dass er direkt aus der Formel 1 in die DTM kommt", sagte der Audi-Pilot aus Schweden dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Ich bin überzeugt, dass er gut Auto fahren kann." Man müsse "Schumi II" aber die Zeit geben, sich in das neue Metier hineinzufinden.

Um sich an die neue Klasse zu gewöhnen, wird Schumacher nicht in einem aktuellen Auto, sondern in einem Jahreswagen an den Start gehen. "Nach dem ersten DTM-Test hätte man mir ein 2008er Auto für die neue Saison schenken können - ich hätte es nicht angenommen. Ich habe selber festgestellt, dass die DTM eine große Herausforderung ist", sagte Schumacher in einem sid-Interview.

"Schumi II" bremst die Euphorie

Nach dem Abschied von Toyota nach Ende der Formel-1-Saison 2007 hatte sich Schumacher erst ins Privatleben zurückgezogen, bevor er auf Grund einer Freundschaft mit Mercedes-Sportchef Norbert Haug eine DTM-C-Klasse testete - und auf den Geschmack kam. Da er sich aber als DTM-Anfänger einschätzt, bremst er gleich die bei den Fans aufkommende Euphorie.

"Auf Grund der Erkenntnisse bei den Testfahrten sind meine Erwartungen eher gering. Ich bin inzwischen sehr realistisch. Aber ich würde nicht in der DTM fahren, wenn es mir keinen Spaß macht", sagte Schumacher, für den es noch nicht um Siege geht.

Standortbestimmung am Ende des Jahres"

Für den Saisonverlauf nimmt er sich vor, sich kontinuierlich zu verbessern, "wo auch immer das dann hinführt". Am Ende des Jahres werde es eine Standortbestimmung geben. Dann werde man entscheiden, ob es Sinn macht, weiterzufahren oder es zu lassen. Nicht nur Ekström traut Schumacher aber durchaus zu, sich schnell an die Besonderheiten der DTM zu gewöhnen.

Während Ralf Schumacher im Mercedes-Aufgebot als Nachfolger von Mika Häkkinen der neue Publikumsliebling werden könnte, sollen Vize-Meister Bruno Spengler (Kanada) und Rekordchampion Bernd Schneider (St. Ingbert) der Konkurrenz von Audi wieder den Titel abjagen. Die Ingolstädter setzen neben Ekström unter anderem weiter auf Martin Tomczyk (Rosenheim), der im Vorjahr als Gesamtdritter bester Deutscher war, oder Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark).

Teamorder ist ab sofort verboten

Neu in der DTM, in der ab dieser Saison unter anderem nach den Erfahrungen des Zandvoort-Rennens 2007 wie in der Formel 1 die Teamorder verboten ist, sind neben Schumacher bei Mercedes noch der Münchner Marco Engel sowie bei Audi der Brite Oliver Jarvis und Katherine Legge. Die Britin tritt die Nachfolge von Vanina Ickx (Belgien) an und will sich heiße Duelle mit der schottischen Mercedes-Pilotin Susie Stoddart liefern. Ein Comeback in der DTM feiert in einem privaten Audi der Niederländer Christijan Albers, der vor seinem Aufstieg in die Formel 1 bei Mercedes schon einmal Vize-Meister war.

Gefahren werden 2008 insgesamt elf Rennen, sechs in Deutschland und fünf im europäischen Ausland. Zurück im Kalender ist Le Mans. Erstmals werden die Rennen auch in den USA, Kanada und China live übertragen.

© SID

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