Motorsport DTM
Spengler sorgt für Schrecksekunde

Rund 180 000 Zuschauer kamen zur DTM-Präsentation auf der Düsseldorfer Königsallee. Am Sonntag kam es zu einem spektakulären Zwischenfall: Der Mercedes von Bruno Spengler fing Feuer, es wurder aber niemand verletzt.

Bei bestem Sommerwetter entpuppte sich die DTM-Präsentation in Düsseldorf als wahrer Zuschauermagnet. Die Deutsche Tourenwagen Masters hat am Sonntag bei Kaiserwetter auf der Königsallee in Düsseldorf mit 180 000 Fans ihre Präsentation gefeiert und eine Woche vor dem Auftaktrennen in Hockenheim (22. April) Vorfreude auf eine spannende Saison geweckt. Allerdings gab es eine Schrecksekunde, als eine von Mercedes-Pilot Bruno Spengler gesteuerte C-Klasse in Flammen aufging. Der Kanadier brachte sich rechtzeitig in Sicherheit, Zuschauer wurden ebenfalls nicht in Mitleidenschaft gezogen.

"Es wurde plötzlich richtig warm, noch wärmer als draußen", berichtete Spengler und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: "Ich hoffe, ich habe wenigstens eine gute Show geboten." Eine überhitzte Bremsscheibe hatte Hinterreifen und Heckpartie des Wagens in Brand gesetzt. Zum Glück für Mercedes handelte es sich nur um ein Renn-Taxi und nicht um ein Einsatzauto.

Mikä Häkkinen ist der Publikumsliebling

Zuvor stand vor allem ein Mercedes-Kollege von Spengler im Mittelpunkt. "Mika, Mika", hallte es aus vielen Kehlen, als der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland) mit seinen Kolleginnen und Kollegen eine ausgedehnte Runde zu Fuß um die "Kö" drehte und sich beim Autogramme schreiben fast wunde Finger holten. Wenig später übertönten die DTM-Stars von Audi und Mercedes dann aber mit Leichtigkeit alle Rufe, als sie mit ihren 470 PS starken Rennern über die Renommier-Meile donnerten.

DTM-Chef Hans Werner Aufrecht hat den Fans ein spektakuläres Jahr versprochen. "Ich bin überzeugt, dass wir eine der härtesten und spannendsten Saisons bekommen, die wir je erlebt haben", sagte der Vorsitzende der DTM-Dachorganisation ITR. 17 Fahrer sowie die schnellen Damen Susie Stoddart (Großbritannien/Mercedes) und Vanina Ickx (Belgien/Audi) jagen Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert/Mercedes), allen voran Häkkinen. "Natürlich ist es mein Ziel, Erster zu werden, aber es gibt viele gute Fahrer in der DTM", meinte der Mercedes-Pilot: "Aber ich hoffe, dieses Jahr wird mein Jahr."

Audi sagt Mercedes den Kampf an

Dagegen will Audi mit einem überarbeiteten A4 auf jeden Fall dem Konkurrenten Mercedes den Titel abjagen. "Wir haben einen guten Schritt gemacht", meinte Sportchef Wolfgang Ullrich.

Zehn Rennen, alle live übertragen von der ARD, stehen in dieser Saison auf dem Programm. Auftakt und Finale (14. Oktober) finden traditionell in Hockenheim statt. Dazu fährt die DTM in Deutschland in Oschersleben, auf dem Eurospeedway Lausitz, dem Norisring in Nürnberg und dem Nürburgring. Dazu gibt es vier Auslandsrennen in Brands Hatch/Großbritannien, Mugello/Italien, Zandvoort/Niederlande und Barcelona/Spanien.

Düsseldorf will DTM-Rennen ausrichten

Der Gastgeber vom Sonntag, Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin, würde in Zukunft gerne auch ein Rennen in seiner Stadt erleben. Eine Entscheidung darüber soll im Herbst dieses Jahres fallen. "Es kostet rund zehn Mill. Euro. Dafür sind entsprechende Baumaßnahmen nötig, die nur Sinn machen, wenn solch ein Rennen über mehrere Jahre in Düsseldorf stattfindet", sagte Erwin.

Mit dem Zuschauerandrang vom Sonntag - laut Polizeiangaben 180 000 - hat Düsseldorf schon die eigene Marke aus dem Vorjahr (138 000) deutlich überboten. Der Rekord an einem Rennwochenende steht seit dem Saisonfinale 2006 in Hockenheim bei 149 000 Besuchern.

© SID

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