Motorsport DTM
Spengler triumphiert auch auf dem Nürburgring

Mercedes-Pilot Bruno Spengler hat auf dem Nürburgring seinen zweiten DTM-Sieg in Folge gefeiert. Der Kanadier setzte sich gegen Teamkollege Bernd Schneider und Audio-Pilot Martin Tomczyk durch.

Mercedes-Pilot Bruno Spengler hat auch auf dem Nürburgring seine Klasse gezeigt und seinen zweiten DTM-Sieg in Folge errungen. Der Kanadier, der am kommenden Mittwoch 23 Jahre alt wird, setzte sich beim 6. von zehn Saisonläufen mit 10,7 Sekunden Vorsprung souverän gegen Mercedes-Teamkollege Bernd Schneider aus St. Ingbert und Audi-Pilot Martin Tomczyk aus Rosenheim durch.

"Ich glaube, das ist mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Es lief für mich perfekt im Regen und perfekt im Trockenen", sagte der Sonnyboy aus der Nähe von Montreal: "Ich war am Anfang selbst überrascht, dass ich im Regen so viel schneller war als Bernd." Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte nach dem 29. Sieg der Schwaben in der Eifel: "Bei Bruno ist am Norisring wohl der Knoten geplatzt. Eine sensationelle Fahrt."

Spengler macht Boden gut

Spengler schob sich durch seinen zweiten Sieg innerhalb von drei Wochen mit 34 Zählern am punktgleichen Le-Mans-Rekordgewinner Tom Kristensen aus Dänemark vorbei, der in seinem Audi auf dem Nürburgring nach einem Verbremser in der Schlussphase ("Das war mein Fehler") nur Fünfter wurde.

Der viermalige DTM-Champion Schneider, der wie am Norisring hinter Spengler Zweiter wurde, vergrößerte dadurch mit jetzt 46 Punkten seinen Vorsprung an der Spitze auf zwölf Zähler. "Ich muss jetzt aber auf Zwei aufpassen, nicht mehr nur auf Tom", sagte der Routinier: "Es wird noch spannend. Man hat gesehen, wie stark Bruno im Moment ist. Ich habe versucht, ihm zu folgen, konnte aber sein Tempo nicht mitgehen."

Bester Audi-Pilot war der Rosenheimer Martin Tomczyk, der von Startplatz zehn mit Rang drei seine beste Saisonplatzierung herausfuhr. "Wir haben mit unseren bestplatzierten Autos leider am Start zu viele Plätze verloren. Martin Tomczyk hat gezeigt, was heute möglich gewesen wäre", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Frentzen fährt auf den sechsten Platz

Hinter Tomczyk landete der frühere Formel-1-Pilot Jean Alesi aus Frankreich im Mercedes auf Rang vier. Heinz-Harald Frentzen aus Mönchengladbach im Audi belegte hinter Kristensen Platz sechs. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland musste nach Problemen einen Boxenstopp mehr einlegen als die Konkurrenten und ging als 13. leer aus.

Insgesamt zählten die Veranstalter am gesamten Wochenende 116 000 Zuschauer, 4 000 Fans mehr als im Vorjahr. Die Marke ist ein neuer Höchstwert für ein DTM-Rennen auf der 3,629km langen Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses.

Spengler hatte am Start seine erste Pole Position souverän behauptet, während Kristensen schlecht wegkam und vom zweiten auf den fünften Platz zurückfiel. Dagegen kämpfte sich Schneider bei der ersten Durchfahrt der Mercedes-Arena auf Rang zwei nach vorne, musste Spengler aber schnell ziehen lassen. Schon nach zehn Runden hatte der Kanadier 6,7 Sekunden Vorsprung, die er kontinuierlich ausbaute.

© SID

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