Motorsport DTM
Stoddart und Ickx wollen DTM aufmischen

Vanina Ickx und Susie Stoddart wollen heute beim DTM-Comeback in England für reichlich Furore sorgen. Zudem kommt es in Brands Hatch zum Duell der ehemaligen Formel-1-Stars Mika Häkkinen und Heinz-Harald Frentzen.

Zwei Frauen sollen die Rückkehr des Deutschen Tourenwagen-Masters nach England zu einem echten Spektakel werden lassen. Susie Stoddart und Vanina Ickx wollen heute beim vierten Saisonlauf (ab 12.50 Uhr/live in der ARD) in Brands Hatch der männlichen Konkurrenz das Fürchten lehren. Neben dem Auftritt der beiden Renn-Ladies soll auch das Duell zwischen den ehemaligen Formel-1-Stars Mika Häkkinen (Finnland) und Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) für reichlich Spannung sorgen.

"Die Saison hat für mich in Hockenheim mit Platz zehn großartig begonnen. Ich muss mich aber stetig verbessern und an mir arbeiten, um weiter voranzukommen", erzählt Mercedes-Pilotin Susie Stoddart. Die DTM sei wirklich hart, doch sie lerne bei jedem Rennen dazu. Ihr Ziel sei es, am Saisonende bester Fahrer in einem 2004er Auto zu sein.

DTM für Ickx "die größte Herausforderung"

Für Vanina Ickx ist die DTM "die größte Herausforderung" ihrer Karriere. Die Tochter des früheren Formel-1-Stars Jacky Ickx fährt für Audi und fühlt sich "in dieser Familie richtig wohl, wie eine Prinzessin". Nun aber müsse sie zeigen, dass sie den Platz auch verdient habe: "Und das ist in der DTM nicht einfach."

Dass die beiden Damen ihren Job verstehen, belegt das Lob der männlichen Kollegen. "Es ist nicht einfach, ein Anfänger in der DTM zu sein, aber Susie hat bisher eine tolle Leistung gezeigt", sagt der zweimalige Formel-1-Weltmeister und Mercedes-Teamkollege Mika Häkkinen: "Ich bin sicher, dass sie sich weiter verbessern wird, vielleicht schafft sie es in dieser Saison ja sogar aufs Podest." Mercedes-Sportchef Norbert Haug berichtet, dass Stoddart so hart arbeitet, bis sie als gleichwertiger Rennfahrer ernst genommen wird: "Und das schafft sie."

"Üben auf Vanina keinen Druck aus"

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich weiß, dass Vanina Ickx einige Zeit braucht, um sich in einer neuen Rennserie einzufinden. Auch der ein oder andere Formel-1-Fahrer habe eine Eingewöhnungszeit gehabt. Ullrich: "Wir üben auf Vanina keinen Druck aus und sind uns sicher, dass sie das in sie gesetzte Vertrauen schnell in gute Leistungen umsetzen wird."

Als Tochter eines sechsmaligen Le-Mans-Siegers erscheint es naheliegend, dass sich Vanina Ickx heute in den Fußstapfen ihres erfolgreichen Vaters Jacky Ickx bewegt. Doch ihre Karriere begann erst mit 21 Jahren - und das eher per Zufall. "Ich bin bei einem Markenpokal-Rennen für jemanden eingesprungen, der verhindert war. Und dabei bin ich auf den Geschmack gekommen", sagte die nur 1,55m große Belgierin.

Wenn sie nicht Rennfahrerin geworden wäre, würde Vanina Ickx wohl als Wissenschaftlerin arbeiten. "Aber nicht in einem Labor", betont sie. "Das habe ich während meiner Diplomarbeit gehasst. Ich denke, ich wäre irgendwo in der Natur und würde Insekten studieren." Insekten und Meerestiere interessieren die Diplom-Biologin am meisten.

Stoddart: Über die Formel drei in die DTM

Auch Susie Stoddart ist sehr vielseitig. In ihrer Jugend war sie eine hervorragende Schwimmerin und Mitglied der schottischen Ski-Nationalmannschaft, mit 13 Jahren entschied sie sich für das Kart fahren. Über die Formel Renault und die britische Formel drei machte sie dann ihren Weg in die DTM.

Die letzte und bis dato erfolgreichste Rennfahrerin in der DTM war die Mönchengladbacherin Ellen Lohr. Als bisher einzige Frau gewann sie am 24. Mai 1992 in Hockenheim ein Rennen und war 1993 Zehnte der Gesamtwertung.

© SID

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