Motorsport DTM
Youngster Spengler jagt "Oldie" Schneider

Nach seinem zweiten Sieg in Serie in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft hat Youngster Bruno Spengler Blut geleckt. Der Kanadier macht beim Rennen in Zandvoort am Sonntag weiter Jagd auf "Oldie" Bernd Schneider.

Youngster Bruno Spengler (23) hat mit seinen Siegen bei den beiden vergangenen Läufen zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) für Furore gesorgt, beim siebten Saisonlauf am kommenden Sonntag in Zandvoort/Niederlande macht der Kanadier weiter Jagd auf "Oldie" Bernd Schneider (42/St. Ingbert). Die beiden Mercedes-Piloten kämpfen um den Gesamtsieg in der DTM.

Kristensen lauert hinter Führungs-Duo

Vor dem Kräftemessen in Zandvoort führt der viermalige DTM-Champion Schneider die DTM-Gesamtwertung mit nur zwölf Punkten Vorsprung vor Spengler an. Der lachende Dritte könnte aber Audi-Star Tom Kristensen (Dänemark) sein, denn der Le-Mans-Rekordgewinner liegt gleichauf mit Spengler in Lauerstellung - ist dabei allerdings auf sich allein gestellt.

Doch Schneider fürchtet offenbar mehr den Audi-Rivalen als den eigenen Teamkollegen. Es sei nicht so, dass er sich in erster Linie Gedanken darüber mache, dass Spengler ihn jage, sondern er habe den anderen alten Hasen auch noch im Auge. Denn man dürfe Kristensen keinesfalls abschreiben. "Beide sind gleich stark, daher wird es sicherlich noch sehr spannend in den nächsten Rennen", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot.

Spengler möchte zwar auch auf dem Dünenkurs in Zandvoort in der Erfolgsspur fahren, dennoch spuckt der Mann der Stunde keine großen Töne. "Um ehrlich zu sein, konzentriere ich mich nicht zu sehr auf die Rolle des Jägers, sondern ich versuche, lediglich weiter gut und erfolgreich zu fahren", meint der Mädchenschwarm. Wenn dann am Ende der Meistertitel in greifbare Nähe rücke, freue ihn das umso mehr. Spengler: "Aber bis dahin verspüre ich keinen zusätzlichen Druck. Ich gebe mein Bestes und versuche, jedes einzelne Rennen zu meistern."

Auch Haug warnt

Mercedes-Sportchef Norbert Haug warnt davor, den Rivalen Audi schon abzuschreiben. "Es wäre vollkommen falsch, anzunehmen, dass wir in einer komfortablen Position sind, auch wenn zwei der drei Fahrer an der Tabellenspitze in unserer C-Klasse sitzen." Es sei nicht entscheidend, wie die letzten sechs Rennen verlaufen sind, sondern, was in den nächsten vier passiere, so Haug weiter.

Spengler sieht den restlichen Rennen dieser Saison nach eigener Aussage ziemlich entspannt entgegen. Sein Ziel sei es, weiter viele Punkte und den einen oder anderen Sieg zu holen: "Denn ich habe ein gutes Gefühl für den weiteren Verlauf." Das hat auch Schneider, der hofft, "dass es genauso weitergeht wie bisher. Gerade diese Saison macht mir unheimlich Spaß."

Aber auch Audi hat sich sehr viel vorgenommen, die Titelchancen seien völlig intakt, sagt Sportchef Wolfgang Ullrich: "Wir alle sind voll motiviert und werden alles dafür tun, um die Situation in der Meisterschaft in Zandvoort herumzureißen." Und Kristensen mag den anspruchsvollen Kurs. "Die Strecke ist fantastisch, unser Audi ist dort normalerweise richtig gut. Es gibt viele spektakuläre Kurven schnelle und langsame. Es ist Zeit für den nächsten Audi-Sieg", meint der Däne angriffslustig.

© SID

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