Motorsport
Ferrari-Techniker rätseln über Motorschaden

Der erste Motorschaden seit sechs Jahren beim Ferrari von Michael Schumacher bleibt für den italienischen Formel 1-Rennstall rätselhaft. „Alle Telemetrie-Daten waren o.k.“, sagte Technik-Chef Ross Brawn.

dpa ROM. Der erste Motorschaden seit sechs Jahren beim Ferrari von Michael Schumacher bleibt für den italienischen Formel 1-Rennstall rätselhaft. „Alle Telemetrie-Daten waren o.k.“, sagte Technik-Chef Ross Brawn.

Auch der stellvertretende Motorchef Mattio Binotto hatte im Gespräch mit der „La Gazzetta dello Sport“ keine Erklärung für den Motorschaden in der 37. Runde: „Es gab keinerlei Hinweise. Irgendetwas muss passiert sein, aber wir haben nicht das Geringste entdecken können.“

Die Ursache für den Motorplatzer werde Ferrari erst nach der Rückkehr des Aggregats in Italien feststellen können. „Erst wenn wir den Motor in Maranello auseinander bauen, werden wir sehen, was mit ihm passiert ist“, sagte Binotto. Letztmals gab es in einem Rennen bei Ferrari einen Triebwerksschaden 2002 in Malaysia. Da schied der Brasilianer Rubens Barrichello aus. Schumacher musste seinen Rennwagen vor dem Japan-Ausfall mit Motorschaden letztmals am 2. Juli 2000 in Magny-Cours abstellen.

Obwohl Titelverteidiger Fernando Alonso im Renault im letzten Rennen nun bereits ein achter Platz zum Gewinn der Weltmeisterschaft reichen würde, gibt Ferrari-Direktor Jean Todt noch nicht auf: „Rechnerisch haben wir noch eine Chance, auch wenn es natürlich sehr schwer wird“, sagte der Franzose. In der Stunde einer der bittersten Niederlagen zeigte sich Todt tief beeindruckt vom siebenmaligen Weltmeister Schumacher: „Eigentlich hätten wir ihn trösten müssen, aber er hat uns getröstet“, berichtete Todt.

Schumacher war beim Großen Preis von Japan in Suzuka 16 Runden vor Ende in Führung liegend mit Motorschaden ausgeschieden. Mit einem Sieg in Japan hätte der Kerpener sehr gute Chancen gehabt, seine Formel-1-Karriere mit dem achten Weltmeistertitel beenden zu können.

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