Motorsport Fia-GT-Cup
Bartels darf aufatmen

Michael Bartels darf seinen dritten Titel in der FIA-GT-Meisterschaft behalten. Dies bestätigte das Oberste Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA in Paris.

Der frühere Formel-1-Pilot Michael Bartels aus Plettenberg darf sich endgültig über seinen dritten Gewinn der FIA-GT-Meisterschaft freuen. Das Oberste Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA bestätigte in Paris, dass Bartels seinen beim Saisonfinale im belgischen Zolder errungenen Titel behalten darf. Die Trophäe erhalten er und sein italienischer Teamkollege Andrea Bertolini am Freitag bei der Ehrung aller FIA-Champions in Monte Carlo.

Die im engen Titelkampf unterlegenen Rivalen Mike Hezemans und Anthony Kumpen (Niederlande/Belgien) hatten gegen eine von den FIA-Rennkommissaren verhängte 30-Sekunden-Zeitstrafe für Bartels und Bertolini Berufung eingelegt. Wäre die Strafe für die Arbeit zu vieler Teammitglieder bei einem Boxenstopp härter ausgefallen, hätten Hezemans/Kumpen den Titel gewonnen.

"Dieser Titel hat eine sehr große Bedeutung für mich. Für die konstanten Leistungen, die Disziplin und den Ehrgeiz sind wir zu Recht belohnt worden. Unser Team hat zum vierten Mal in Folge den Fahrertitel und zum fünften Mal in Serie den Teamtitel gewonnen", sagte Bartels dem Sport-Informations-Dienst (SID). Das war zuvor keinem anderen Team gelungen.

Dritter Titel bringt Bartels in Geschichtsbücher

Damit hat der 41-jährige Bartels auch ein Kapitel Rennsport-Geschichte geschrieben, denn ihm und Bertolini gelang es als ersten Fahrern in der 13-jährigen Geschichte der FIA-GT-Serie, nach 2006 und 2008 zum dritten Mal den Titel zu gewinnen.

Bartels ist in dem Championat ein Phänomen. 2005 fehlte ihm gemeinsam mit seinem damaligen Teamkollegen, dem zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider, nur ein Punkt zum Titelgewinn. Zwei Jahre später wurde der mögliche Triumph nur durch eine neunwöchige Zwangspause von Bartels im Anschluss an eine Nierenoperation verhindert.

In Bernd Schneider (Mercedes/1997) und Klaus Ludwig (Mercedes/1998) gab es zudem noch zwei weitere deutsche Sieger in der FIA-GT-Meisterschaft, die 2010 vom Automobil-Weltverband FIA offiziell zur vierten Weltmeisterschaft neben Formel 1, Rallye und Tourenwagen befördert wird.

© SID

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