Motorsport Formel 1
Italien im Ferrari-„Schock“ – Renault legt nach

Das Horrorszenario ist perfekt: Während der mögliche Ausstieg des von den Tifosi verehrten Ferrari-Rennstalls aus der Formel 1 für Entsetzen sorgte, legte nicht mal 24 Stunden später Rivale Renault schriftlich und entschieden nach.

dpa HAMBURG. "Wenn die vom Weltrat am 29. April 2009 verkündeten Regeln nicht rückgängig gemacht werden, haben wir keine andere Wahl als uns von der FIA - Weltmeisterschaft Ende 2009 zurückzuziehen", sagte Teamchef Flavio Briatore in einem am Mittwoch verbreiteten Renault-Statement.

Ferrari, Renault, Red Bull, Toro Rosso und Toyota, dazu indirekt auch BMW: die Front gegen das neue Reglement, das einer Zweiklassen- Gesellschaft Tür und Tor öffnet, ist groß - und mächtig. "Wir sind im Krieg", schrieb die "La Gazzetta dello Sport" am Mittwoch mit Blick auf die Auseinandersetzung zwischen Ferrari und dem Präsidenten des Internationalen Automobilverbandes FIA, Max Mosley. "Ein trauriger Tag für den italienischen Sport", befand der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (CONI), Gianni Petrucci.

Eine Formel 1 ohne Ferrari, das italienischen Medienberichten zu Folge eine eigene Serie gründen könnte, ist für fast alle unvorstellbar, außer für Mosley (Der Sport könnte auch ohne Ferrari überleben). "Natürlich arbeiten wir alle daran, hier eine positive Lösung zu finden. Niemand kann Interesse daran haben, in der Formel 1 ohne Ferrari als Wettbewerber zu fahren", sagte Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug am Mittwoch der dpa. "Wir jedenfalls wollen Ferrari als sportlichen Rivalen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Team etwas anderes sagt", betonte der Schwabe. Ferrari sei wie alle anderen Teams auch zunächst einmal gegen zwei verschiedene Regularien in der Formel 1, so Haug weiter.

Und darum geht es Ferrari, Renault und den anderen Kritikern: Diejenigen Teams, die sich 2010 an die Budgetobergrenze von veranschlagten rund 45 Mio. Euro halten, sollen einschneidende, vor allem technische Freiheiten erhalten. Sprich: Das Drehzahllimit für die Motoren wird aufgehoben, die Anzahl der verwendeten An- und Getriebe ist frei. Der Frontflügel darf mehr, der Heckflügel frei verstellt werden. Auf der Strecke sollen die Vorteile bis zu zwei Sekunden bringen.

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