Motorsport
Formel-1-Teams kritisieren neue Budget-Regeln

Der Automobil-Weltverband Fia will die Fomel 1 attraktiver machen - und legt sich mit den Teams an. Künftig sollen Rennställe, die nicht mehr als 33 Millionen ausgeben, Vorteile erhalten. Die Teamvereinigung Fota protestiert.

dpa/sid STUTTGART. Die Teamvereinigung Fota hat die jüngsten Beschlüsse des Automobil-Weltverbandes Fia für die Formel 1 scharf kritisiert. "Die Fota drückt ihre Enttäuschung und Befürchtungen darüber aus, dass diese im Alleingang gefällt wurden", sagte Ferrari-Präsident und Fota-Chef Luca di Montezemolo zu den Vorgaben zu einer Budget-Obergrenze.

Demnach dürfen ab 2010 die Rennställe, die nicht mehr als 33 Mio. Euro in einer Saison ausgeben, einen aerodynamischeren Unterboden, verstellbare Flügel und einen drehzahlbegrenzten Motor verwenden. "Die neuen Regeln drohen, die Prinzipien, die die Formel 1 zu einer der attraktivsten Sportarten gemacht haben, auf den Kopf zu stellen", sagte Fota-Chef Montezemolo.

Vor allem für die Automobilhersteller, die bislang deutlich größere Summen in die Rennserie investierten, dürften diese Vorteile für Außenseiter-Teams ein Schlag ins Gesicht sein. Der "Daily Telegraph" fragte bereits, ob die auf das schillernde High-Tech-Image der Formel 1 bedachten Auto-Hersteller überhaupt bereit seien, künftig in einer "Low-Budget-Version" mitzufahren.

Die Fota hat ihrerseits Vorschläge zur Kostenreduzierung vorgelegt, um die Ausgaben der Rennställe 2010 um die Hälfte zu senken. Motoren sollen nur fünf anstatt wie in diesem Jahr acht Mio. Euro kosten, Getriebe nur noch 1,5 Mio. Euro. Die Ausgaben für das Energie-Rückgewinnungssystem "Kers" sollen sogar um 80 Prozent sinken.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone begrüßte gestern die Reformen der Fia. "Das ist ein guter Start", sagte er. Dabei bezog er sich auch auf die Änderung, dass künftig die Anzahl der Siege und nicht mehr der Punkte über den WM-Titel entscheidet.

Doch die Fia will noch mit weiteren Neuerungen die Attraktivität des Sports erhöhen. Der Verband will mehr Transparenz schaffen, indem die Teams nach dem Qualifying die Fahrzeuggewichte veröffentlichen müssen. Zudem sollen die Fahrer für Autogrammstunden sowie nach Qualifying und Rennen für Medien-Interviews bereit stehen. Damit will die Fia die Nähe der Renn-Profis zu den Fans erhöhen.

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